Düren - Ratssitzung: „Das war alles andere als eine Glanzstunde”

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Ratssitzung: „Das war alles andere als eine Glanzstunde”

Von: inla
Letzte Aktualisierung:

Düren. Die Emotionen kochten hoch in der Dürener Ratssitzung am Mittwochabend. Zum vierten Mal ist es den Politikern nicht gelungen, einen Chef für die Bauverwaltung zu wählen. Es gab mehrere Sitzungsunterbrechungen, hitzige Debatten und einige (geheime) Wahlgänge.

Am Ende hätte das Los über die drittwichtigste Position im Rathaus entscheiden müssen, so sieht es die Gemeindeordnung NRW vor. Nach einer erneuten Pause vereinbarte der Rat, die Prozedur abzubrechen, obwohl die Ampelfraktionen aus SPD, Grünen und FDP einen Losentscheid gewollt hätten.

„Das war alles andere als eine Glanzstunde”, sagte Dürens CDU-Chef Thomas Floßdorf. Alle müssten nun zu einer Gesprächsbereitschaft zurückfinden. SPD-Fraktionsvorsitzender Henner Schmidt sagte, es sei ein demokratisches Verfahren, nach mehreren vergeblichen Wahlgängen zu losen. „Wir hätten dann auch den CDU-Kandidaten mitgetragen.”

FDP-Fraktionschef Hubert Cremer sagte, die CDU hätte mit ihrem Bewerber erneut deutlich gemacht, dass sie an einer überparteilichen Lösung nicht interessiert sei. Ähnlich hatte sich auch Grünen-Sprecherin Verena Schloemer geäußert.

In der CDU-Fraktion soll es im Vorfeld und während der Sitzungsunterbrechungen mächtig rumort haben, weil nicht klar war, wie ihr Ratsherr Rolf Delhougne abstimmen würde. Die Fraktionsspitze soll erzürnt und empört gewesen sein. Als es darum ging, ob der neue Bauchef im Range eines Dezernenten oder Technischen Beigeordneten angestellt werden soll, stimmte Delhougne mit der Opposition.

Als es später um die Kandidaten ging, votierte er mit seiner Fraktion. Nun wird die Stelle erneut neu ausgeschrieben. Damit geht weitere Zeit ins Land, bis die Stadt Düren einen Bau-Chef hat. Andere wichtige Fragen, etwa im Zusammenhang mit der Stadthalle, wurden nach der gescheiterten Wahl nicht mehr behandelt.
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