Düren - „Pulverdampf in Düren“: Ein Hauch vom Wilden Westen an der Rur

„Pulverdampf in Düren“: Ein Hauch vom Wilden Westen an der Rur

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Düren. Trapper und Indianer schlagen am Freitag, 9. August, wieder ihr Lager in Düren auf. Die frühen Einwohner Amerikas nehmen dabei an der Veranstaltung „Pulverdampf in Düren“ teil, dem mittlerweile bereits 44. Treffen der Westernfreunde und Vorderladerschützen auf dem Schießstand-Gelände am Wibbelruusch am Rande des Burgauer Waldes.

Schwarzpulver, das knallt

Von Freitag, 9. bis Sonntag, 11. August, treffen sich die Freunde des Wilden Westens, um ihr außergewöhnliches Hobby zu leben. Besonders gute Schützen werden im Kampf um den „Bronzenen Büffel von Düren“ mit ihren Vorderladergewehren ihr Können unter Beweis stellen. Geschossen werden darf aber auch mit Pistole oder Revolver und das in verschiedenen Disziplinen.

Durchgeführt werden die Wettbewerbe 25 Meter stehend freihändig, 50 Meter stehend freihändig und „Laufender Büffel“ mit fünf Schüssen pro Serie. Die Veranstaltung beginnt an allen Tagen um 9 Uhr.

Vorderladergewehre gab es schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Bei diesem Gewehr kommt erst Schwarzpulver in den 80 bis 110 Zentimeter langen Lauf und danach eine von einem Papiertuch umhüllte Bleikugel. Bei der durch die Lunte erzeugte Zündung springt dann ein Funke auf das Gemisch über und löst den lauten, charakteristischen Knall aus.

Der Verein „Kentucky Muzzle Loaders“ existiert schon seit 1969. Und das Pulverdampftreffen im Zeitgeist des 18. und 19. Jahrhunderts ist immer wieder ein Anziehungspunkt für Menschen aus ganz Deutschland, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz.

Westerntreff

Neben dem Vorderladerschießen steht der Westerntreff im Mittelpunkt des Treffens. Zur musikalischen Unterhaltung geben Mark Merritt und die Countryband „Wild Bunch“ am Freitag ab 20 Uhr bis Mitternacht und am Samstag von 20 bis 1 Uhr ein Konzert.

Mit der Aktion „Schießen für jedermann“ bekommen alle die Gelegenheit, sich unter fach- und sachkundiger Anleitung im Schießen mit dem Vorderleader zu messen. Die drei Erstplatzierten werden mit einer Medaille ausgezeichnet.

Trapper in Lederkleidung

Doch auch diejenigen, die nicht selber schießen, können einiges auf dem Gelände entdecken. Besucher bekommen hautnah einen Einblick in den Wilden Westen. Überall sind Frauen in selbst genähten Kleidern und Kostümen und Trapper in Lederbekleidung zu sehen. Auch der unverkennbare Geruch des Lagerfeuers verteilt sich auf dem Gelände und der morgendliche Drill der Soldaten der Nord- und Südstaatenarmee ist schon von Weitem zu hören.

Doch das ist noch längst nicht alles: Auf dem Gelände sind historische Zelte aufgebaut, in denen sich das Wohnen und das Alltagsleben der nordamerikanischen Pionierzeit widerspiegelt.

Es gibt aber auch „Plastic-City“, eben den Teil des Lagers, in dem moderne Zelte und Wohnwagen ihr Zuhause gefunden haben. Der Eintritt ist frei. Nähere Informationen gibt es unter Telefon 02421/82236 oder Telefon 0173/2706018.

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