Düren - Prym-Park: Neue Wohnform baut auf die Gemeinschaft

Prym-Park: Neue Wohnform baut auf die Gemeinschaft

Von: bugi
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Dirk Siedler, Ulf Opländer, U
Dirk Siedler, Ulf Opländer, Ursula Enderichs-Holzapfel und AxelKöpsell (von links) vor dem Plan des Prym-Park-Projektes. Foto: B. Giesen

Düren. Die Idee einer Wohn- und Lebensphasen-Siedlung der Evangelischen Gemeinde nimmt konkrete Gestalt an. Seit Ende August ist der Bebauungsplan für das etwa 30 000 Quadratmeter große Areal des Prym-Parks zwischen der Südstraße und der Roncallistraße rechtskräftig.

Seit sechs Jahren arbeitet die Evangelische Gemeinde an dem Projekt, gemeinschaftliches Bau- en, Wohnen und Leben zu realisieren. Dabei will man, wie Pfarrer Dirk Christian Siedler als Aufsichtsratsvorsitzender der gegründeten Prym-Park Quartiersgesellschaft mbH betont, dem gemeinschaftlichen Miteinander der Generationen ebenso Rechnung tragen wie ökologischen Ansprüchen.

Teilen oder auch Verzicht als Gewinn zu verstehen, könnte das Motto dabei lauten. In dem in Modulbauweise erstellten Gebäudekomplex soll die Gemeinsamkeit im Mittelpunkt stehen - von Gästewohnungen über gemeinschaftlich Koch- und Essbereiche über Werkstätten und Fitnessräume bis zu Partyflächen, Bibliotheksecken oder gemeinschaftlichen Kinderspielzimmern. All das kann zu privatem Verzicht in den eigenen vier Wänden führen - muss aber nicht. Zudem will man auf innovative Ideen bei der Energieversorgung setzen. Als Beispiel benennen die beiden Geschäftsführer Axel Köpsell und Ulf Opländer so genannte Cohousing-Modelle vor allem aus dem skandinavischen Raum.

Der große Vorteil ist die Flexibilität: Gemeinsam geplant, gebaut und bewirtschaftet kann man die eigenen Wohnansprüche seiner jeweiligen Lebenssituation anpassen. Sind zum Beispiel die Kinder einer Familie später aus dem Haus, könnte dann der Wohnraum dank der Modulbauweise einfach reduziert werden.

Intergenerative Entwicklungen

„Es gibt ein Bedürfnis nach lebendigen Sozialräumen, nach dem gemeinschaftlichen Wohnen im Quartier, nach intergenerativen Entwicklungen”, stellt Dirk Siedler fest. Gerade letzteres ist ein wichtiger Punkt. Ulf Opländer: „Das Projekt ist auf Partizipation angelegt. Wir wollen weg von isolierten Wohnsituationen.”

So will man bei der Auswahl der Interessenten auch darauf achten, dass der Generationenmix gewahrt bleibt. Und der Preis? Eine Modellrechnung will man auf einer Informationsveranstaltung am Montag vorlegen. „Aber wir bewegen uns im üblichen Rahmen”, betont Köpsell.

Infoveranstaltung am Montag, 12. November

In einem ersten Bauabschnitt sollen knapp 50 Module à 70 Qua-dratmeter plus Gemeinschaftseinrichtungen in einem zusammenhängendem Baukörper realisiert werden.

Interessenten können sich am Montag, 12. November, um 18 Uhr bei einer Veranstaltung im Haus der Evangelischen Gemeinde Düren über das Projekt informieren.

Weitere Infos: http://www.prympark.org

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