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Prominente Professoren suchen Nachfolger für Museumschefin

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:
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Für ihre Nachfolge muss eine Persönlichkeit gefunden werden: Dürener Museumschefin Dr. Dorothea Eimert. Foto: DN

Düren. Bürgermeister Paul Larue hat sich dieser Tage persönlich bemüht und zwei vielbeschäftigte Museumsdirektoren angerufen. Er hat die Professoren Kasper König und Stephan Berg gebeten, bei der Suche nach einem Nachfolger für die Dürener Museumschefin Dr. Dorothea Eimert zu helfen.

Der Nachfolger kann natürlich auch eine Dame, also eine Nachfolgerin sein. Die Herren gaben Larue keinen Korb. Sie werden der Findungskommission angehören, die zunächst ein Profil entwirft und dann eine entsprechende Persönlichkeit suchen soll.

Kasper König ist seit dem Jahr 2000 Direktor des Museum Ludwig in Köln. Er war bereits mit 23 Jahren Kurator der Museumsausstellung „Claes Oldenburg” in Stockholm. Er organisierte Großausstellungen und gab zahlreiche Bücher heraus. Ab 1985 lehrte er an der Kunstakademie Düsseldorf, später wurde der Rektor der Städelschule in Frankfurt. Er arbeitete übrigens mit Brigitte Franzen zusammen, die kürzlich Leiterin des Ludwig Forums in Aachen wurde.

Stephan Berg ist Intendant des Kunstmuseum Bonn. Seit den 1980er Jahren ist er Publizist für diverse Kunstzeitschriften und für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Er nimmt als Diskutant an der 3sat-Fernsehserie „Bilderstreit” teil.

Der Findungskommission gehören weiter an: Dr. Eberhard Peil als Vorstand der Peil-Stiftung, Dr. Dorothea Eimert als derzeitige Leiterin, Bürgermeister Paul Larue als Kulturdezernent und Vorsitzender des Museumsvereins, die fünf Fraktionsvorsitzenden, Rainer Guthausen als Vorsitzender des Kulturausschusses sowie seine Stellvertreterin Ingrid Jünger-Ehlers und der Düsseldorfer Galerist Hubertus Schoeller.

Eimert scheidet als Leiterin des Leopold-Hoesch-Museums und des Papiermuseums am 30. September diesen Jahres aus (wir berichteten mehrfach). Wie Larue mitteilte, soll der oder die Neue die Leitung möglichst schon im September, spätestens aber ab 1. Oktober übernehmen, „es sei denn, wir entscheiden uns für eine Persönlichkeit, die noch andernorts verpflichtet ist”.

Eimert soll, sozusagen als Krönung ihrer Karriere, das Museum samt neuem Anbau noch selbst wiedereröffnen. Und der oder die Neue soll sich - laut Larue - im September bereits einarbeiten können.

Zunächst wird Ende April/Anfang Mai die Findungskommission tagen. Der Rat der Stadt soll die Einstellung der neuen Persönlichkeit am 24. Juni beschließen.
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