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Profis sind am Berg nicht einzuholen

Von: Guido Jansen
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Auf den ersten Metern durch die Rureifel blieb das Feld der Fahrer durchaus noch zusammen, doch später setzten sich die Profis ab. Foto: Guido Jansen

Düren. Es ging zur Sache. Von Anfang an. „Schon als wir den ersten Berg hoch gefahren sind, wurde es richtig schnell”, berichtete Sven Krauß. „Das war von Anfang an ein hartes Ausscheidungsrennen”, sagte der Mann mit deutlich hörbarem schwäbischen Akzent. Der 29-Jährige, der früher für das Profi-Team Gerolsteiner aktiv war und jetzt beim Elite Team Halanke fährt, war am Sonntag der Härteste.

Er gewann die 77. Auflage des Radklassikers Rund um Düren im Schluss-Spurt.

Es gab viele Zeichen, die zeigten, wie hart das Rennen war. Nur 51 der gestarteten 180 Rennfahrer waren mit der Hauptgruppe ins Ziel gekommen. Der Rest rollte in wenigen Minuten hinterher und wurde dann in Düren aus dem Rennen genommen.

Viele Fahrer hatten aber auch schon frühzeitig aufgegeben. Ein nächstes Indiz dafür, wie hart gefahren wurde: Schon am Ende der zweiten von drei Runden durch die Eifel, kurz vor Bergstein, lag die Spitzengruppe zehn Minuten vor dem errechneten Zeitplan.

Am Ende im Ziel waren es satte 13. Und Krauß hatte die besten Beine, zog den Schluss-Spurt früh an, und konnte so verhindern, dass Michael Schweitzer und vor allem Sprint-Experte Steffen Radochla (beide Team Nutrixxion Sparkasse) ihre Schnelligkeit auf den letzten Metern ausspielen konnten.

Die Lokalmatadoren hatten das Nachsehen, weil die Profis richtig energisch in die Pedale traten. „Als wir das letzte Mal nach Rollesbroich hoch gefahren sind, war Schluss”, gestand Sven Rehbein vom RSV Düren, dass die hiesigen Fahrer dem hohen Tempo der Profis bei 14 Prozent Steigung Tribut zollen mussten.

Selbiges Schicksal erlitten die Fahrer des ambitionierten Teams Drössinger Racing Team Hürtgenwald. Teamchef Michel Teichert hatte gehofft, dass das Tempo verschleppt werden würde, damit die Hürtgenwalder bis zum Schluss mitfahren können. Der Wunsch ging nicht Erfüllung. Stark war der Auftritt von RSV-Fahrer Nick Ronia. Der 19-Jährige hielt mit den Profis mit und belegte - zeitgleich mit dem Sieger - Platz 23.

Im Rennen der C-Klasse, das morgens um 8.40 Uhr bei kühlen Temperaturen gestartet worden war, tauchten eine Reihe von Dürener Fahren in der Spitzengruppe auf. Bester Lokalmatador war Christian Mießen vom Drössinger Racing Team. Genau wie Marcel Kropp, Christian Dörfler und Daniel Glaubitz vom RSV Düren kam Mießen in der Verfolgergruppe ins Ziel.

„Das ist ein gutes Resultat”, sagte RSV-Routinier Kropp. Vorsitzender Wulf Walther von Ausrichter RSV Düren strahlte mit der Sonne um die Wette: „Einfach toll”, sagte der Mann, der mit seinem Team mit einem erfolgreichen Schluss-Spurt in Sachen Sponsoren-Suche dafür gesorgt hat, dass Rund um Düren am Ende doch kein Zuschussgeschäft wurde.
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