Wenau - „Prayer-Time”: Gottesdienst zum Thema Jugendsexualität

„Prayer-Time”: Gottesdienst zum Thema Jugendsexualität

Von: wam
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Die Prayer-Time-Gruppe aus Wenau veranstaltete am vergangenen Wochenende wieder einen Jugendgottesdienst. Unter der Leitung von Bernd Mionskowski stand diesmal das Thema „Kirche, Kondome und Sexualität” im Mittelpunkt. Foto: Sven Wamig

Wenau. In der Klosterkirche in Wenau wurde am Samstagabend mit Vorurteilen aufgeräumt: Die Prayer-Time, eine Gruppe von 17 Jugendlichen um Gemeindereferent Bernd Mionskowski, veranstaltete am vergangenen Wochenende wieder einen Jugendgottesdienst.

In der Jugendmesse bereiteten die Teenager ein selbst ausgewähltes Thema auf, um es dann in der Messe vorzutragen. Dabei kommt auch moderne Musik zum Einsatz.

Diesmal hatte man sich des brisanten Themas „Kirche, Kondome und Sexualität” angenommen. Sogar eine Meditationsphase, in der jeder Besucher eine Rose bekam, stand auf dem Plan.

Zudem versuchten die Jugendlichen mit Rollenspielen, Fürbitten, viel Witz und Humor, den Messebesuchern ein anschauliches Bild von der Kirche und ihrem „wahren” Verhältnis zur Sexualität zu vermitteln.

Man konnte am Samstag lernen, dass die Kirche gar nicht so allergisch auf alles Sexuelle und Körperliche reagiert. Im Gegenteil, die Jugendlichen erklärten, dass Kirche nicht gegen Sexualität sei, Sexualität sei vielmehr die Sprache des Vertrauens, bei der es auch um mehr als bloß Sex gehe.

Mit viel Begeisterung dabei

Sich miteinander vertraut zu machen, das ist auch die Botschaft des Abends. Die Kirche, so hieß es in der Jugendmesse, betone das Vertrauen und die Liebe , die zur Sexualität zwingend dazu gehören. Pfarrer Rüdiger Hagens ist begeistert von dem Engagement der Jugendlichen: „Wenn sich Jugendliche dafür begeistern und einsetzen ist das sehr schön.”

Auch auf Seiten der Jugendlichen ist viel Begeisterung zu spüren. „Wir machen das schon lange und das ist eine Sache, auf die wir auch stolz sind”, erklärt Michael Kaminski (18).

Und das Besondere am Jugendgottesdienst sei schließlich auch die Möglichkeit die Messe modern gestalten zu können, und sie so gerade für Jugendliche interessanter zu machen.
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