Powervolleys wollen ein Topteam sein

Von: Franz Sistemich
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Michael Andrei und seine Powervolleys-Mitstreiter ließen sowohl im Pokal als auch im Meisterschafts-Hinspiel in der Fremde dem TV Rottenburg keine Chance. Morgen steht um 18 Uhr das Rückspiel an. Foto: Guido Jansen

Düren. Chancenlos sind die Volleyballer des TV Rottenburg bisher in dieser Saison gewesen, wenn sie gegen die Spieler der SWD Powervolleys antreten mussten. Zweimal standen sich die Teams gegenüber, zweimal setzten sich die Dürener souverän durch.

Im Pokal in der Arena Kreis Düren und in der Meisterschaft beim TVR in der Paul-Horn-Arena in Tübingen dominierten die Dürener eindeutig. Bei der Mannschaft von Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger spielten die Rheinländer stabil, obwohl sie ohne ihren Eckpfeiler in Baden-Württemberg antreten mussten: Libero Blair Bann fehlte.

Am morgigen Sonntag steht die dritte Begegnung an: Rottenburg kommt nach Düren zum Rückspiel (Anpfiff 18 Uhr). Und die personellen Probleme der Dürener sind größer als im Hinspiel: Ossi Rumpunen, der Annahmespieler und Außenangreifer, fällt bekanntlich nach seiner Knie-Operation noch länger aus. Fragezeichen stehen hinter dem Einsatz von Außenangreifer Romans Sauss und Mittelblocker Tim Broshog. Beide Spieler plagen sich mit muskulären Problemen herum, sind nur bedingt einsatzfähig.

Das heißt: In der Annahme und im Außenangriff müssen Dennis Barthel und Tommy Rumpunen sowie im Mittelblock Michael Andrei und Jaromir Zachrich ohne Formschwankungen auf hohem Niveau spielen.

Trainer Tommi Tiilikainen ist trotz seiner Personalprobleme optimistisch, dass seine Mannschaft nach der – trotz starker Leistung – 0:3-Niederlage beim VfB Friedrichshafen in die Erfolgsspur zurückkehren wird: „Wir werden, obwohl wir die beiden ersten Spiele gegen Rottenburg klar gewonnen haben, den Gegner keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Dieses Unterschätzen steckt auch in meiner Mannschaft nicht drin, weil meine Spieler immer die Partie durchziehen und den Zuschauern eine gute Show abliefern wollen“ sagt Tiilikainen.

Dürens Mittelblocker Michael Andrei macht sich auch keine Sorgen, dass er und seine Mitstreiter sorglos in die Partie gegen den TVR gehen könnten: „Die Rottenburger Mannschaft lebt von ihrer Emotionalität. Deshalb muss es unser Ziel sein, den Gegnern keinen Anlass zu geben, zu ihren Emotionen zu finden.“ Mit anderen Worten: Andrei und Co. wollen vom ersten Ballwechsel demonstrieren, dass sie nicht nur Gastgeber, sondern auch tatsächlich die Herren im Haus sind.

Der Sieg des TVR

Das dürfte kein leichtes Unterfangen werden, verweisen doch Trainer und Mittelblocker auf den Aufwärtsauftritt der Rottenburger in Herrsching: „Schließlich heißt das schon was, wenn man beim TSV gewinnt“, sagen Tiilikainen und Andrei.

Der Mittelblocker sieht sein Team gerade in einer Phase, in der sich zeigen wird, ob die Mannschaft ein Topteam ist oder nur ein gutes Team. „Das soll jetzt nicht überheblich klingen: Zwar verfügen die Berlin Recycling Volleys und der VfB Friedrichshafen über größere finanzielle Mittel, aber so groß sehe ich die sportliche Lücke zu diesen Teams nicht.“

Und so gilt es für die Powervolleys nicht, mit einem schlechten Spiel einen Sieg einzufahren, sondern eindrucksvoll Dominanz zu zeigen und den eingschlagenen Weg des Immer-besser-werden-Wollens fortzusetzen: Mannschaften wie Rottenburg und Solingen am kommenden Mittwoch können unbeschwert aufspielen und sind topmotiviert: „Das macht diese Team gefährlich. Deshalb musst du voll fokussiert auf deine Stärken die Partie angehen und diese Gegner direkt auf dem Boden halten“, sagt Andrei.

Aus diesem Holz sind Topteams geschnitzt – auch wenn sie ersatzgeschwächt sind. „Solche Spiele wie gegen Rotteburg, die immer intensiv waren, brauchen wir, um uns auf die Play-offs vorzubereiten“, denkt Dürens Trainer noch einen Schritt weiter.

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