Düren - Powervolleys: Keine Zeit, die Wunden zu lecken

Powervolleys: Keine Zeit, die Wunden zu lecken

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
8996832.jpg
Nach dem Sieg über SVG Lüneburg und der Niederlage bei der VSG Coburg/Grub sollte für Dürens Außenangreifer Steven Hunt und seine Kollegen heute gegen den VCO Olympia Berlin wieder ein Erfolg herausspringen.

Düren. Die Netzhoppers KW-Bestensee bezwangen den TV Bühl. Der TV Rottenburg unterlag dem Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys. Zwei Konkurrenten der Powervolleys aus Düren verloren im Kampf um einen der ersten Plätze hinter dem VfB Friedrichshafen und dem Serienmeister der vergangenen drei Spielzeiten wertvolle Punkte.

Und was machten die Rheinländer? Sie vergeigten ihre Meisterschaftspartie bei der VSG Coburg/Grub. Zwei Wochen nach dem 3:0-Pokaltriumph unterlagen die Powervolleys 2:3. Die Sätze: 25:27, 25:18, 25:19, 21:25, 13:15. Die Spieler nutzten nicht die Gunst der Stunde, um sich vom Mittelfeld abzusetzen und Platz 3 zu ergattern.

Und vielleicht lag in dem Pokalerfolg auch der Grund für die Niederlage in der Meisterschaft: „Wir haben vielleicht gedacht: ‚Im Pokal haben wir locker gewonnen. Das geht jetzt auch wieder‘. Aber das geht in der Bundesliga nicht“, stellte Michael Mücke, der Trainer der Dürener, ernüchtert fest.

Hätte, hätte, Fahrradkette: Die Rheinländer hätten auch die Meisterschaftspartie gegen die VSG 3:0 gewinnen können. Nicht nur in den gewonnenen Abschnitten zwei und drei führten die Gäste. Auch in Satz 1 zum Beispiel lagen sie vorne: 16:12 hieß es zur zweiten technischen Auszeit. Dennoch gaben sie den Satz ab: „Wir haben zu viele Fehler produziert“, sagte Mücke. Statt 1:0 stand es 0:1. Die Gäste ließen sich zunächst nicht beeindrucken, gewannen die Abschnitte zwei und drei, steuerten im vierten auf den Auswärtssieg zu.

Doch dann nahm das Unheil seinen Lauf: „Die Hausherren sind mit ihren Aufschlägen immer hohes Risiko gegangen. Sie haben immer wieder Bälle in der Abwehr geholt und im Gegenangriff gepunktet. Sie haben unseren Block immer wieder so angeschlagen, dass die Bälle ins Aus flogen“, zählte Mücke Coburger Pluspunkte auf.

Es dient als Beispiel der vierte Satz, der Zwischenstand von 20:18 für Düren als vielleicht die Knackpunkt-Situation: „Wir bekommen keinen Ball mehr auf den Boden des gegnerischen Feldes bis zum Stand von 24:21“, konstatierte Mücke. Den Dürenern unterliefen Angriffsfehler, sie schlugen Bälle in den Block und schon war der Satz verloren. Der entscheidende Tiebreak stellte sich als Spiegelbild des vierten Satzes dar: Coburgs risikoreiches Spiel, die effektive Abwehrarbeit und das erfolgreiche Angriffsspiel führten zum 3:2-Sieg. „Wir haben einfach nicht konsequent genug gespielt und haben die Coburger zurück ins Spiel kommen lassen“, sagte Mücke und forderte, dass seine Aktiven schon auf der nächtlichen Rückfahrt die Niederlage abhaken sollten: „Wir haben keine Zeit, die Wunden zu lecken, wir müssen den Fokus dringend auf unseren nächsten Gegner richten.“ Der heißt VCO Berlin und tritt am heutigen Abend ab 20 Uhr in der Arena Kreis Düren an.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert