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Powervolleys-Kapitän Zachrich: „Der Drops war nicht gelutscht“

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Jubel über einen der 106 Punkte, die Düren für den Sieg über die SVG Lüneburg brauchte: Michael Andrei, Rudy Verhoeff und Jay Blankenau freuen sich. Foto: Guido Jansen

Düren. Die Spieler der SVG Lüneburg waren sauer, richtig sauer. Ihr Trainer Stefan Hübner nicht minder. Er diskutierte mit dem ersten Schiedsrichter. Aber vergeblich. Hübner und seine Schützlinge mussten sich damit abfinden, dass sie das erste Viertelfinalspiel bei den SWD Powervolleys verloren hatten – trotz einer 2:0-Führung.

Den Unmut der Gäste aus dem Norden bezog sich auf die letzten Ballwechsel des Tie-Breaks: Den ersten Matchball der Hausherren, die souverän den Rückstand ausgeglichen hatten, wehrten die Lüneburger noch ab. Beim zweiten Matchball schlug Lüneburgs Eric Flitterer hart Richtung Dürener Feld. Der Angriff landete im Aus. 15:13 für die Gastgeber. Aber: Heftig reklamierten die Niedersachsen eine Blockberührung, beriefen sich auf den Linienrichter. Der doch erste Schiedsrichter ließ sich nicht beirren und beharrte auf seiner Entscheidung: Keine Blockberührung, Ball im Aus, Punkt für Düren. Spiel aus.

1800 Zuschauer bejubelten den 3:2-Erfolg (20:25, 21:25, 25:219, 25:15, 15:13) mehr als überschwänglich. Und so mancher Spieler atmete erleichtert auf: „Wir können sehr, sehr froh sein, dass wie diese Partie noch gewonnen haben“, sagte Zuspieler Jay Blankenau, der als wertvollster Zuspieler der Begegnung ausgezeichnet worden war. „Wir sind großartig zurückgekommen.“

In der Tat haben gab es vielleicht nicht wenige Fans in der Arena Kreis Düren, die nach dem 0:2-Rückstand eine Heimniederlage befürchteten.

„Die Erklärung für unseren schlechten Start ist eigentlich simpel: Wir haben zu schlecht aufgeschlagen“, sagte Dürens Kapitän Jaromir Zachrich. Den Gegner mit effektiven Aufschlägen unter Druck zu setzen, sein Angriffsspiel zu erschweren – das hatten sich die Hausherren vorgenommen. Es fluppte nicht.

Die Lüneburger dagegen lähmten mit ihrem Aufschlagspiel die Dürener Angriffsbemühungen. Und mit dem Block griffen sie zu. Es schien so, als wäre Lüneburg wieder Endstation für die Powervolleys wie im vergangenen jahr. Doch: „Unsere Mannschaft glaubt an sich und ihre und unsere Ziele“, sagte Dürens Sportlicher Leiter Goswin Caro. „Der Drops waren trotz des Rückstandes noch nicht gelutscht“, sagte Jaromir Zachrich. Den Spielführer und Mittelblocker brachte Trainer Tommi Tiilikainen zu Beginn des dritten Satzes wie auch Annahmespezialist Ossi Rumpunen.

„Ich weiß nicht, was in der kurzen Pause besprochen wurde, weil ich mich warm gemacht habe. Ich habe dann, bevor wir wieder auf das Feld gingen, vom Drops gesprochen – und ich habe daran geglaubt“, sagte Zachrich. Der Glaube des Kapitäns, so scheint es, versetzte Berge. „Jaro ist einer, der uns unglaublich viel Energie verleiht. Den kannst du nachts wecken und er liefert trotzdem ab“, zollte Blankenau seinemSpielführer Respekt. „Ein nettes Kompliment“, bedankte sich Zachrich.

Dürens Spiel nahm Fahrt auf, Lüneburgs Niveau in Punkto Aufschlag und Annahme sank. Nur im Tie-Break leistete die SVG noch mal Widerstand, den Düren aber brach. Und dennoch: „Trotzdem hat man gesehen, dass wir am Mittwoch im Rückspiel in der CU-Arena in Hamburg einige Dinge besser machen müssen, um in dasHalbfinale einzuziehen“, betonte Blankenau. Und Zachrich befand: „Die SVG Lüneburg wird der Gewissheit in die Partie gehen, dass ihre selbst eine 2:0-Führung keine Sicherheit gibt zu siegen. Sie weiß jetzt: Wir können diesen Rückstand aufholen.“

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