Polizisten mussten drei Bussarde erschießen

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:
bussard
Erneut sind in der Umgebung von Vettweiß mehrere tote Greifvögel gefunden worden.

Vettweiß. Auch am Dienstag haben wieder Vogelschützer zwischen Gladbach und Poll einen toten Greifvogel gefunden, von dem sie vermuten, dass er vergiftet wurde. Am Neujahrstag hatten Spaziergänger dort bereits tote und sterbende Bussarde gefunden und die Polizei alarmiert.

Drei Tiere seien in einem so erbärmlichen Zustand gewesen, so Polizeisprecher Willi Jörres am Dienstag auf Nachfrage, „dass sie von den Kollegen mit den Dienstwaffen erschossen werden mussten”.

Auch am Dienstag wurden in der Nähe des toten Vogels wieder Köder gefunden. Alexander Heyd, Geschäftsführer vom Komitee gegen den Vogelmord, vermutet, dass es sich um Hähnchenfleisch und -knochen handelt. Heyd rechnet damit, dass nach dem Schmelzen des Schnees weitere tote Tiere gefunden werden.

Untersuchungen in Krefeld

Ob sie tatsächlich alle vergiftet wurden, wird in einem NRW-Institut in Krefeld untersucht.

Heyd zu den „Nachrichten”: „Wir haben nicht die geringste Ahnung, wer dort die Köder auslegt.” Man wisse nicht, was da passiert, kenne aber wegen früherer Vorgänge mittlerweile dort alle Jagdpächter. „Denen trauen wir das absolut nicht zu. Da sind wir 100-prozentig sicher.”

In ganz Nordrhein-Westfalen seien im vergangenen Jahr über 100 Greifvögel vergiftet worden. Die Tiere stehen auf einer Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Die Täter kommen wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und wegen Sachbeschädigung vor Gericht. Sie müssen mit einer Geldstrafe rechnen, wenn sie überführt werden. Das ist dem Komitee gegen den Vogelmord 2008 bereits in einem Fall gelungen.

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