Kreis Düren - Polizei mit Erfolgen bei der Bekämpfung von Einbrüchen

Polizei mit Erfolgen bei der Bekämpfung von Einbrüchen

Von: bugi
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Zufrieden mit der Arbeit der Polizei: Jürgen Möller, Wilhelm Sauer und Landrat Wolfgang Spelthahn (v.l.) Foto: Burkhard Giesen

Kreis Düren. Der verstärkte Kampf der Polizei gegen Wohnungseinbrüche im Kreis Düren zeigt erste Ergebnisse: diese Delikte sind im Jahr 2012 um fast 20 Prozent zurückgegangen – „und das entgegen dem negativen Landestrend“, wie Landrat Wolfgang Spelthahn am Montag als Leiter der Kreispolizeibehörde bei der Vorstellung des Berichtes zur Kriminalitätsentwicklung erfreut feststellen konnte.

Ausruhen will sich die Polizei auf diesen Lorbeeren nicht. „Wer unmittelbar von einem Wohnungseinbruch betroffen ist, dem hilf kein Verweis auf eine Statistik. Deswegen werden wir in diesem Bereich in unserem Bemühen nicht nachlassen“, versprach Spelthahn.

21247 Straftaten hat die Polizei im Jahr 2012 verzeichnet, eine Steigerung um etwa 1000 Fälle. Allerdings: das deutliche Plus resultiert aus Betrugsfällen, in denen Täter bundesweit agierten. Erfreulicher aus Sicht der Polizei: Erneut konnte die Aufklärungsquote verbessert werden. Wurden 2011 rund 51,1 Prozent aller Fälle aufgeklärt, waren es 2012 etwa 11600 Fälle (54,5 Prozent). Das ist besser als der Landesdurchschnitt. Eine Entwicklung, die sich in nahezu allen Bereichen fortsetzt, wie Wilhelm Sauer, Leiter der Direktion Kriminalität, erläuterte. Egal ob Kapitaldelikte (2011: 9, 2012: 4), Sexualdelikte (2011: 172, 2012: 141) Diebstahl (2011: 8857, 2012: 8467), Jugendkriminalität (2011: 2689, 2012: 2412) oder Körperverletzungsdelikte (2011: 265, 2012: 237) – in nahezu allen Bereichen sind die Zahlen rückläufig, teilweise mit stolzen Aufklärungsquoten. So werden zum Beispiel neun von zehn Sexualstraftaten aufgeklärt.

Aufklärungskampagne

Zurücklehnen kann man sich bei der Polizei dennoch nicht. „Wir erkennen eine deutliche Verschiebung von Diebstahl- zu Vermögensdelikten“, bekannte Sauer. Bei den Vermögensdelikten stieg die Zahl auf 5193 Fälle an (2011: 3315), bei den Betrugsdelikten registrierte die Polizei 4612 Fälle (2011: 2667).

Wobei die Anzahl der Betrugsfälle relativiert werden muss: eingerechnet sind dabei auch Sammelverfahren mit rund 1500 Fällen, in denen Bürger bundesweit geschädigt wurden – zum Beispiel der zuletzt vor Gericht verhandelte Fall, in dem eine Geschäftsfrau aus Nideggen wegen Anlagebetrug in 550 Fällen angeklagt war, in fast 1000 Fällen ging es in einem anderen Verfahren um Kreditbetrug. Dennoch: auch ohne diese Sonderfälle gibt es eine Zunahme, die der Polizei zu Denken gibt, deshalb plant sie für dieses Jahr eine Öffentlichkeitskampagne, mit der verstärkt Aufklärung betrieben werden soll. „Betrug hat Hochkonjunktur“, formulierte es Sauer, egal ob es dabei um den groß angelegten Anlagebetrug oder den uralten Enkeltrick geht.

Wie schwer die Ermittlungsarbeit teilweise für die Polizei ist, machte Sauer anhand des Themas Wohnungseinbrüche deutlich. Hier habe man nicht nur mit organisierten Banden zu tun, sondern kämpfe zudem noch mit der Schwierigkeit, Taten gerichtsverwertbar nachweisen zu müssen. Sauer: „Da reicht es nicht vor Gericht zu argumentieren, dass das Fahrzeug des Täters 40 Mal vor einem Tatort gesichtet worden ist. Wir müssen dem Täter jede einzelne Tat nachweisen.“

Nicht nur diese Arbeit ist äußerst zeit- und personalintensiv. Sauer: „Wir arbeiten am Rande der Belastbarkeit und ich kann nur hoffen, dass wir keine weiteren Einschränkungen hinnehmen müssen.“ Eine Position, die auch Jürgen Möller, Abteilungsdirektor Polizei, teilte, der eher von einem Rückgang des Personals ausgeht. Für ihn gibt es künftig drei Prioritäten: weiterhin die Bekämpfung der Wohnungseinbrüche und der schweren Verkehrsunfälle. Und: „Wir müssen uns so aufstellen, dass wir im Notfall schnell vor Ort sind. Das setzt eine möglichst intelligente Personalverteilung voraus.“

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