Düren - Polizei lässt Einbrecherbande auffliegen

Polizei lässt Einbrecherbande auffliegen

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Düren. Nach monatelangen, intensiven Ermittlungen hat die Polizei am Montag mehrere Männer festgenommen, die im dringenden Verdacht stehen, überregional eine größere Anzahl von Einbrüchen begangen zu haben.

Zwei 26 und 41 Jahre alte Männer, die sich in Düren aufgehalten haben, befinden sich in Untersuchungshaft. Nach einem 32-Jährigen wird noch gefahndet. Er hat sich vermutlich ins Ausland abgesetzt.

Eine Ermittlergruppe, die mit Beamten aus den Kreispolizeibehörden Düren, Aachen und Heinsberg zusammengesetzt ist, hat die umfangreichen Maßnahmen gegen die überörtlich tätige Einbrechergruppe durchgeführt. Das war auch der Grund, warum sich die Behörden zu einer Kooperation entschlossen haben, die jetzt dazu geführt hat, dass sich die südosteuropäischen Täter bald vor Gericht zu verantworten haben.

Erste Hinweise im Herbst 2011

Bereits im Herbst 2011 ergaben sich Hinweise darauf, dass die Tatverdächtigen von Düren und Heinsberg aus agieren und Einbrüche in Wohnungen und Geschäfte begehen. Ihnen wird vorgeworfen, im westlichen NRW, aber auch in Rheinland-Pfalz, zahlreiche Einbrüche verübt zu haben. Die Beamten der gehen nach derzeitigem Ermittlungsstand davon aus, dass die Gruppe für nahezu 50 Einbruchsdelikte in Wohnungen und Kioske verantwortlich ist.

Bei den Wohnungseinbrüchen fanden die aus dem südosteuropäischen Raum stammenden Täter regelmäßig Zugang zum Objekt, indem sie Türen oder Fenster aufhebelten und dann in das Objekt eindrangen. Dabei wurden insbesondere Schmuck und Bargeld, aber auch leicht zu transportierende andere Wertgegenstände wie Laptops oder Kameras entwendet.

Zwölf Wohnungen durchsucht

Bei den Einbrüchen in Kioske entwendeten die Täter vor allem Tabakwaren, welche gleich säckeweise abtransportiert wurden, aber auch in den Geschäften befindliches Bargeld. Die Beschuldigten sind planmäßig und in wechselnder Beteiligung vorgegangen, waren sehr mobil und scheuten auch nicht davor zurück, in einer Nacht mehrere hundert Kilometer zum nächsten Tatort zurückzulegen.

Am Dienstag schlugen die Ermittler nun zu. Insgesamt wurden zwölf Wohnungen und ein Kiosk in den Kreisen Heinsberg, Düren, Euskirchen und Mönchengladbach durchsucht sowie mehrere Haftbefehle vollstreckt. Nicht nur die eigentlichen mutmaßlichen Einbrecher, sondern auch ein 37-jähriger Kioskbetreiber aus Meerbusch wird sich nun einem Strafverfahren stellen müssen.

In seinem Kiosk in Neuss wurden bei den Maßnahmen am frühen Morgen zahlreiche Tabakwaren sichergestellt, die kurz vorher dort deponiert und ganz offensichtlich bei Straftaten erbeutet worden waren. Gegen den Geschäftsmann richtet sich nunmehr der Vorwurf der gewerbsmäßigen Hehlerei.
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