Polizei geht 2013 mit hochmodernem Messgerät auf Raserjagd

Von: oha/mv
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Düren. Die Zahl der Unfalltoten ist auch im laufenden Jahr nicht zurück gegangen. 13 Menschen fanden bis kurz vor Jahresende auf den Straßen des Kreises Düren den Tod. Im Jahr zuvor waren elf Verkehrstote zu beklagen, 2010 waren es ebenfalls 13.

„Geschwindigkeitsübertretung ist der Killer Nummer 1“, bringt es Ralf Meurer von der Polizei auf den Punkt. Um diese Zahl zu drücken, wird die Polizei auch 2013 Jagd auf Raser machen. Für diesen Zweck hat die Behörde zwei neue, hochmoderne Geschwindigkeitsmessgeräte angeschafft. Es handelt sich um digitale Geräte. Eines, das ESO 3.0, ist mit fünf Lichtschranken ausgerüstet. „Das Gerät kann auch in Kurven messen und Motorradfahrer von hinten erfassen und so deren Kennzeichen festhalten“, erläuterte Meurer die Vorteile. Vor allem Motorradfahrer sollen denn auch mit der modernen Technik motiviert werden, die vorgeschriebene Geschwindigkeit einzuhalten. Meurer: „Auf jeder Polizeiwache gibt es Laser-Handgeräte. Auto- und Motorradfahrer müssen nun quasi Tag und Nacht mit einer Überprüfung rechnen.“

Zwei Tote waren 2012 als Opfer von Gewaltverbrechen zu beklagen. Die Polizei hofft, die Zahl der Gewaltdelikte/Einbrüche 2013 drücken zu können. Bis Ende November 2012 waren es knapp 800, in den Vorjahren meist über 1000. Üblicherweise steige die Zahl der Wohnungseinbrüche zur Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel an, weiß Meurer. Das könnte die Statistik bis Jahresende noch verändern. Meurer: „Einbrecher machen keine Pause.“ Auch im kommenden Jahr werde die Polizei ihre kostenlose Fachberatung für Wohnungsinhaber anbieten, wie man die eigenen vier Wände besser vor ungebetenem Besuch sichern kann.

2012 schockte noch eine ganz andere Nachricht die Öffentlichkeit. Die Staatsanwaltschaft Aachen erhob Anklage gegen Landrat Wolfgang Spelthahn. Seit Monaten prüft nun das Amtsgericht in Düren, ob diese Anklage zugelassen wird. Mit einer Entscheidung wird für Januar gerechnet. Falls die Anklage zugelassen wird, „dann gehe ich davon aus, dass im ersten Halbjahr 2013 in Düren auch die Hauptverhandlung stattfindet“, so Oberstaatsanwalt Robert Deller.

Zur Erinnerung: Die Staatsanwaltschaft wirft Spelthahn Untreue in mehreren Fällen vor und bezieht sich dabei auf den Umstand, dass vor Jahren Tantiemen an den damaligen Geschäftsführer der GWS gezahlt wurden, obwohl angeblich die Voraussetzungen dafür nicht vorlagen. Was die Durchführung des Grönemeyer-Konzerts betrifft, so ließ Deller wissen, dass die Untersuchungen noch andauern.

2012 gab es einen spektakulären Überfall auf die Filiale eines Geldtransportunternehmens im Dürener Gewerbegebiet. Kurzfristig hatte die Staatsanwaltschaft vermutet, es gebe einen Zusammenhang mit ähnlichen Fällen in den Niederlanden. Doch die Spur war gar keine, und so ist man noch immer auf der Suche nach den Tätern.

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