Düren - Polizei: „Es hätte schlimmer kommen können”

Polizei: „Es hätte schlimmer kommen können”

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Polizei und Rettungsdienste waren am Donnerstag in Düren rund um die Uhr im närrischen Einsatz. Die nüchterne Bilanz: Die Zahl der Einsätze war in 2012 rückläufig. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Eine nüchterne Bilanz zieht die Polizei vom Karnevalsauftakt an Altweiber: Trotz pausenloser Einsätze nahm das Arbeitsaufkommen im Vergleich zu dem hohen Niveau des Vorjahres insgesamt etwas ab. Ein Polizeisprecher: „Es hätte schlimmer kommen können.”

Im Kreisgebiet registrierte die Polizei 56 Einsätze (2011: 67), bei denen ein unmittelbarer Karnevalsbezug angenommen werden musste. Bei der überwiegenden Vielzahl der Einsatzanlässe kam Alkohol als Mitauslöser für gefährlich-aggressives Verhalten eine entscheidende Rolle zu.

Beim zentralen Straßenkarnevalsgeschehen in Düren und Jülich musste die Polizei 31 (33) zumeist jüngere Personen oft bis zur Ausnüchterung in Gewahrsam nehmen. Zudem wurden 16 (57) Platzverweise ausgesprochen. Unterstützt wurden die Dürener Polizisten von Bereitschaftspolizisten aus Mönchengladbach und Duisburg.

Die weitere Bilanz von „Fettdonnerstag” in Zahlen: 18 (28) Strafverfahren wegen Körperverletzungsdelikten, fünf (10) Anzeigen nach Sachbeschädigungen, ein Taschendiebstahl und zwei leicht verletzte Polizeibeamte. Die Appelle der Polizei, sich nicht unter Alkoholeinwirkung an das Steuer eines Autos zu setzen, ignorierten auch zum diesjährigen Auftakt des Straßenkarnevals wieder einige Verkehrsteilnehmer.

Mit 2,2 Promille gegen Laterne

Bei 141 Fahrzeugkontrollen wurden 38 Alkoholtests durchgeführt. Zwei 25 und 46 Jahre alte Frauen sowie ein 42-jähriger Mann mussten die Beamten zur Blutprobenentnahme begleiten. Gegen sie wurden Strafverfahren eingeleitet.

Spitzenreiter bei den Alkoholsündern war der 42-jährige Mann aus Heimbach. Er war mit 2,2 Promille Alkohol im Blut mit seinem Auto kurz vor Mitternacht auf der Hengebachstraße gegen eine Straßenlaterne geprallt.

Krawall in der S-Bahn

Als Streitschlichter musste die Polizei gegen 17 Uhr auch am Dürener Bahnhof eingreifen, nachdem es in der S-Bahn auf der Fahrt von Köln nach Düren zu Auseinandersetzungen gekommen war. Im letzten Abteil war aufgeregte Stimmung. Ein 20-Jähriger aus Düren hatte, so mehrere Zeugen, während der Fahrt mit anderen Jugendlichen Streit bekommen, weil jemand einen Fangesang auf Borussia Dortmund angestimmt hatte.

Der Dürener soll daraufhin einen 18-Jährigen aus Frechen getreten haben. Die Temperatur auf dem Wutthermometer stieg aber immer weiter an, bis der 20-Jährige sich schließlich „Erleichterung” verschaffte und mit der bloßen Faust eine Trennscheibe im Abteil zerschlug. Als das Glas splitterte, hatte er noch Glück, denn er trug offensichtlich nur leichte Verletzungen davon.

Einen Streit über das Thema Fußball führte gegen 19 Uhr an Weiberfastnacht auch im Foyer der Nörvenicher Neffeltalhalle zu einer Schlägerei zwischen einem 19-jährigen Nörvenicher und einem 24-jährigen auch Vettweiß. Bei einer Schlägerei in Kreuzau brach ein 20-Jähriger einem 14-Jährigen das Nasenbein.

Ebenfalls durch einen plötzlichen Kopfstoß wurde auch die Nase eines 20 Jahre alten Düreners verletzt - er war grundlos von einem Mann mit karnevalistischem Irokesenschnitt attackiert worden.
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