Politiker schaffen Voraussetzungen für Sekundarschule

Von: mv
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Durch diese Tür gelangt man in die Realschule in Kleinhau. Diese Schule wird bald Teil einer Sekundarschule sein. Foto: Margret Vallot

Hürtgenwald. Der „Schulkompromiss” von Hürtgenwald wird am Dienstag, 18. September, im Schulausschuss der Gemeinde diskutiert. Hürtgenwald will mit Monschau und Simmerath eine Sekundarschule an drei Standorten gründen.

Die Eifelgemeinden müssen ihre Real- und Hauptschulen langsam auslaufen lassen, weil es für diese beiden Schulformen zu wenig Kinder gibt. Haupt- und Realschulen werden zu Sekundarschulen zusammengefasst, von denen aus gute Schülerinnen und Schüler das Gymnasium in Vossenack besuchen können. Nachdem sich erste Pläne für eine Sekundarschule Monschau/Simmerath/Hürtgenwald zerschlagen haben, ist es in den vergangenen Wochen zu einem Kompromiss gekommen.

Danach soll die Sekundarschule in Monschau in den ersten beiden Jahren ihres Bestehens dreizügig, Simmerath zweizügig und Hürtgenwald ebenfalls zweizügig arbeiten. Ab dem dritten Jahr soll Simmerath Zentralschule sein und dreizügig funktionieren. Monschau und Hürtgenwald nur zweizügig.

Die Angelegenheit muss bis Ende Oktober in trockenen Tüchern sein, wenn die Gemeinden bis Ende November die Eltern informiert und befragt haben wollen und die Schulkonferenzen beraten sollen. Die große Frage ist nur, ob es für so viele Klassen bei einer Klassenstärke von mindestens 30 Schülerinnen und Schülern überhaupt genügend Kinder gibt. Zumindest mittel- und langfristig betrachtet dürfte dies schwierig werden.

Die Grünen im Rat der Gemeinde Hürtgenwald waren stets scharfe Kritiker der alten Lösung. Sie teilten jetzt mit, dass sie sich freuen, dass in die Sache Bewegung gekommen ist.

Die schulpolitischen Sprecher und Sprecherinnen der Grünen von Hürtgenwald, Monschau und Simmerath haben sich zu einer Konferenz getroffen, um über den „Schulkompromiss” zu diskutieren. Sie wollen mit Anträgen erreichen, „dass das weitere Verfahren durch einen interkommunalen und interfraktionellen Ausschuss begleitet wird”. Diesem Ausschuss sollen neben Vertretern der Fraktionen auch die Schulen angehören.

Sie wollen, kurz gesagt, die Schulneugründung auf einer breiteren Basis diskutieren und vorantreiben. Schließlich muss noch ein pädagogisches Konzept aufgestellt werden. Und es müssen auch die Standorte in pädagogischem Sinne eine Einheit bilden. Schließlich gilt es noch, die frühzeitige Einbindung der Förderschule in Eicherscheid und das Thema „Inklusion” zu bedenken. Außerdem müssen rechtliche und finanzielle Fragen beantwortet werden. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr.
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