Pokalfinale: Voreifel will den Favoriten ärgern

Von: Sandro Bergs und Thomas Mauer
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Arnoldsweiler Spielführer Muharrem Sekerci (im weißen trikot) will gegen die SG Voreifel den Kreispokal gewinnen. Foto: Herbert Haeming

Hürtgen. Das Kreispokalendspiel findet im Rahmen eines großen Finaltags am Donnerstag in Hürtgen statt. Den Auftakt machen die beiden Damenmannschaften von Alemannia Straß und TuS 08 Jüngersdorf-Stütgerloch um 11 Uhr.

Das Spiel um den dritten Platz und den damit verbundenen Einzug in den Mittelrheinpokal bestreiten Mittelrheinligist Borussia Frei-aldenhoven und Bezirksligist SG GFC Düren 99 ab 13.30 Uhr. In das Endspiel des Kreispokals haben es Mittelrheinligist Viktoria Arnoldsweiler und das Überraschungsteam aus der Voreifel geschafft. Anstoß dieser Partie ist um 16 Uhr. Während man mit der Viktoria aus Arnoldsweiler im Finale rechnen konnte, ist die Finalteilnahme des ambitionierten Kreisligisten SG Voreifel schon eine kleine Sensation.

Nachdem die Mannschaft von Bernhard Schmitz nacheinander den TuS Schmidt 1911, FC Alemannia 1913 Bourheim und TuS 08 Langerwehe ohne Gegentor aus dem Pokal geworfen hatte, gelang gegen den favorisierten GFC Düren 99 die große Überraschung. Trotz 40-minütiger Unterzahl besiegten die Voreifeler den Bezirksligisten 3:2.

Zudem läuft es für die Voreifeler nach einem eher verkorksten Saisonstart mit den Niederlagen gegen Salingia Barmen und den Türkischen SV Düren auch in der Kreisliga A rund. Aus den letzten fünf Partien sammelte die Mannschaft von Bernhard Schmitz 15 Punkte und belegt nun den zweiten Tabellenplatz. Auf das Pokalfinale freut er sich, schätzt die Chancen seiner Mannschaft aber minimal ein: „Es ist für uns ein Höhepunkt, im Pokalfinale zu stehen und dadurch die Teilnahme am Mittelrheinpokal sicher zu haben. Arnoldsweiler ist aber haushoher Favorit, und wir versuchen ein ordentliches Ergebnis zu erreichen“.

Viktoria Arnoldsweiler ist furios in die Mittelrheinligasaison gestartet und rangiert zurzeit ebenfalls auf dem zweiten Tabellenplatz. Dabei zeigte die Mannschaft von Bernd Lennartz und Co-Trainer Florian Blaschyk starke Leistungen und musste die einzige Niederlage im Heimspiel gegen den zweifachen Meister aus Hennef hinnehmen. Doch auch in diesem Topspiel waren die Kleeblätter die bessere Mannschaft, scheiterten aber an der eigenen Ineffizienz.

Im Kreispokal ebnete die Viktoria den Weg ins Finale durch Siege gegen den BC Oberzier, Sportfreunde Düren und den Ligarivalen Borussia Freialdenhoven. Auch das Endspiel gegen den vermeintlichen Underdog aus Voreifel wollen die Kleeblätter ernst nehmen: „Wir sind Sportler und als Sportler willst jedes Spiel gewinnen. Wir bereiten uns wie auf jedes andere Spiel vor“, erklärt Florian Blaschyk, der vor Überheblichkeit warnt, denn „dies sei die größte Chance für unterklassige Teams“.

Über Platz drei hat Borussia Freialdenhoven die Möglichkeit, noch in den FVM-Pokal hineinzurutschen. „Wir haben uns das selbst eingebrockt, also müssen wir das jetzt auch hinbiegen“, stellt Wilfried Hannes, Coach des Mittelrheinligisten, nüchtern fest. Er spielt damit auf die durchaus vermeidbare Niederlage im Halbfinale gegen Viktoria Arnoldsweiler an. Freialdenhoven muss auf Mittelfeldspieler Lucas Domgörgen verzichten, der wegen Meckerns die rote Karte sah.

Ebenfalls nicht auflaufen können Kelly Ajuya, der nach wie vor an einer Muskelverletzung leidet und Philipp Dunkel, der nach seiner Fußverletzung inzwischen wenigstens mit dem Auftraining begonnen hat. Lichtblicke bieten Jerome Muckel, dessen Fußverletzung auf dem Rückzug ist, und Dominik Baczewski und Sven Schalge, die beide ihre Grippe überwunden haben und wieder zum Kader stoßen werden.

Der GFC Düren 99 hat bislang noch keine überragende Saison hingelegt, der Bezirksligist rangiert derzeit auf Tabellenplatz zehn. Aber die Mannschaft von Spielertrainer Thomas Kalscheuer verfügt über einige Akteure, die bereits in höheren Ligen ihre Erfahrungen sammeln konnten. Gegen die erwartungsgemäß defensiv spielenden Dürener ist Freialdenhoven nur auf dem Papier der Favorit.

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