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Play-off-Quali: Evivo hat noch zwei Chancen

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Sie wollen wieder den letzten Ballwechsel gewinnen: Evivos Thomas Kocian, Sebastian Gevert und Blair Bann. Foto: Sistemich

Düren. „Wir spielen in unserer Arena. Unsere Fans werden uns fantastisch unterstützen. Und wir haben das Viertelfinale gegen den VfB gewonnen.“ Michael Mücke, der Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren, nennt drei Aspekte, die am heutigen Abend ab 19.30 Uhr im vorletzten Meisterschaftsspiel der Hauptrunde gegen Friedrichshafen eine gewichtige Rolle spielen könnten.

Beide Mannschaften stehen augenscheinlich unter Zugzwang: Der VfB Friedrichshafen müsste eigentlich den dritten Platz verteidigen wollen. Der Tabellenfünfte will nicht von den direkten Play-off-Plätzen vertrieben werden.

Doch zu großen Druck will Michael Mücke nicht aufkommen lassen: „Wir haben doch noch zwei Chancen: gegen den VfB und dann beim CV Mitteldeutschland.“ Und außerdem sei die Mannschaft vom Bodensee trotz ihrer bisher durchwachsenen Saison der Favorit.

Der VfB, über Jahre das Aushängeschild des deutschen Volleyballs, gibt den Außenstehenden Rätsel auf. Sechs seiner 18 Meisterschaftspartien hat er verloren, dabei gegen Teams wie Mitteldeutschland und Rottenburg den Kürzeren gezogen. Jahrelang musste sich die Liga die (berechtigten) Forderungen der Verantwortlichen vom Bodensee anhören, das Niveau der Bundesliga müsse besser werden. Es wurde besser, und zumindest Berlin Recycling Volleys und Generali Haching sind an den „Häflern“ vorbeigezogen.

„Wenn der VfB die Dominanz der Vergangenheit auch in dieser Spielzeit hätte, müssten wir uns jetzt keine Gedanken machen, wie wir Friedrichshafen schlagen können“, sagte Mücke und schmunzelte dabei. Denn dann hätte Friedrichshafen, ist sich Mücke sicher, niemals gegen Mitteldeutschland oder Rottenburg verloren, Düren demzufolge eine bessere Ausgangsposition im Kampf um die direkten ersten sechs Play-off-Plätze.

Sei es drum. Die fehlende Konstanz der „Häfler“ könnte  am Samstag von Vorteil sein. Aber: „Die Gäste haben immer noch das Ziel, Deutscher Meister zu werden. Sie sind davon nicht abgerückt. Und sie haben immer noch eine starke Mannschaft“, zollte Mücke der Formation von Trainer Stelian Moculescu Respekt.

Dieses Team hat aber auch seine Schwäche. Des Öfteren wackelte die Annahme, nicht immer verbreiten die Aufschläge Angst und Schrecken bei den gegnerischen Annahmespielern. Beim 0:3 gegen Haching boten die Hausherren in diesem Volleyball-Element keine überzeugende Darbietung.

Taktisch reifes Spiel

Die „Häfler“ können es aber in diesem Element viel besser. Und so betrachtet Michael Mücke das Aufschlaggewitter des TV Bühl beim 3:1 gegen sein Team als gutes Training, lag auch in dieser Woche ein Schwerpunkt in den täglichen Übungseinheiten in der Annahme. Es gilt, so viele VfB-Punktgewinne per Aufgaben wie möglich zu verhindern, den Gast zu zwingen, die Punkte spielerisch machen zu müssen.

Von seinen Schützlingen erwartet Mücke auch deshalb ein taktisch reifes Spiel. Er setzt darauf, dass seine Mannschaft auch als Team wieder funktioniert: „Gerade gegen den VfB ist es wichtig, dass der eingewechselte Spieler sofort 100-prozentig in das Geschehen eingreift.“

Wie beim Pokalviertelfinale: In dieser mannschaftlichen Geschlossenheit sah auch Dürens Diagonalangreifer Sebastian Gevert einen Hauptgrund für den Sieg. Außerdem spielt Düren in seinem Wohnzimmer. Und in dem werden die Fans wieder eine außergewöhnliche Stimmung zaubern.

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