Düren - Petrus ist Oberkarnevalist: Dürener Zug ein Erfolg

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Petrus ist Oberkarnevalist: Dürener Zug ein Erfolg

Von: Ingo Latotzki
Letzte Aktualisierung:
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Bunt getupft und gut behütet: Dieses Duo hatte passend zum Zug sichtlich gute Laune.

Düren. Petrus ist ein Oberkarnevalist. Das hat der Dürener Festkomitee-Präsident schon am Vormittag gewusst. „Die Schleusen sind dicht“, rief Peter Schmitz im Haus der Stadt beim Empfang der Stadt Düren – und er sollte Recht behalten. Mehr als das: Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein machte den Dürener Zug zu einem kühlen Vergnügen.

Zu einem sehr kühlen Vergnügen, weil die Temperaturen gerade mal um die null Grad betrugen. Frostig ging es deshalb aber nicht zu, ganz im Gegenteil: Die Stimmung war prächtig, als sich die 5,5 Kilometer lange Kolonne in Bewegung setzte. Rund 400 Musiker sorgten dafür, dass das jecke Volk sich nicht unterkühlte. Gegen Frostbeulen halfen ein paar Tänze und natürlich der karnevalistische Klassiker: Schunkeln.

An den Straßen drängten sich „Zehntausende“. Auf eine genauere Zahl wollte sich die Polizei nicht festlegen. Es geht auch kaum, weil es sich ohnehin immer nur um Schätzungen und Erfahrungswerte handelt. Fest steht: Es war eine Menge los.

Und die Närrinnen und Narren wurden nicht enttäuscht. Der Zug bot knapp zwei Stunden Kurzweil pur. Dass von den 20 Komitee-Wagen tonnenweise Material flog, versteht sich von selbst. Aber längst sind die Zeiten vorbei, als minderwertiges Zeug auf die Jecken herabregnete. Das ginge heute gar nicht mehr, ist Zugleiter Jürgen Außem überzeugt. „Was in Düren fliegt, hat Qualität.“

Kamelle machen schon lange nicht mehr den Reiz aus. Bälle, Schokoladentafeln, Kuscheltiere, Chips. Das ist der Stoff, aus dem karnevalistische Träume sind. Vor allem beim jungen, jecken Volk. Wer sich schnell genug bücken konnte, um das kostbare Gut von der Straße aufzuheben, hatte nachher die Tüten voll. Da hatten sich Sicherheitskräfte bisweilen alle Hände voll zu tun. Besser gesagt: sie mussten alle Augen auf haben, um zu sehen, dass niemand unter einen Wagen kam.

Es ging alles gut, auch weil die Sicherheit insgesamt groß geschrieben wurde, wie Zugleiter Außem den „DN“ sagte. Alle Wagen seien geprüft worden, auch der des THW, nur so zum Beispiel. Das Technische Hilfswerk Düren feiert 60. Geburtstag und war mit guter Laune auf der Straße. Das galt auch für den Wagen von Evivo Düren, auch wenn der Bundesligist Samstagabend eine Niederlage einstecken musste. Egal.

Motto-Wagen der Südinsulaner

So werden das, weil nun mal Karneval ist, auch die „Südinsulaner“ sehen, die wieder einen Mottowagen hatten. Diesen Mal ging es um den Euro, seine Krise und die Auswirkungen für Deutschland. Sinnigerweise war Udo Zimmermann auf dem Wagen, Vorstandsmitglied der Sparkasse Düren. So ist das am Orchideen-Sonntag. Zimmermann, mit Südinsulaner-Chef Axel Steiger hoch auf dem beigen Wagen, nahm‘s mit Humor, das Motto war bis zuletzt geheim gehalten worden...

Erwähnenswert, neben all den anderen Fußgruppen, waren wieder einmal „Die Gassenhauer“, eine Truppe, die seit zwölf Jahren dabei ist und jedes Mal ein anderes handgemachtes Kostüm trägt. Bei so viel Mühe darf es auch nicht regnen, allein deshalb muss Petrus Oberkarnevalist sein. Immer.

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