Pelletswerk in Vossenack: Staatsanwalt ermittelt noch

Von: mv
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Vossenack. Seit etwa zwei Jahren ermittelt die Staatsanwaltschaft nun schon in einer Angelegenheit, die das Pelletswerk in Vossenack betrifft. Und: Ein Ende der Ermittlungen ist nicht abzusehen.

Die Akten zu diesem Fall sollen schon mehrere tausend Seiten umfassen.
Im September 2007 durchsuchte die Staatsanwaltschaft die Räume des Energieversorgers Stawag in Aachen. Es ergaben sich Hinweise, die das Engagement der Stawag in Vossenack betrafen. Der Energieversorger hatte seinerzeit in dem Eifelort ein Grundstück gekauft, auf dem er ein Holzpelletwerk errichtete (wir berichteten mehrfach). Die Stawag bezahlte damals 2,9 Millionen Euro für das Grundstück, dessen tatsächlicher Wert später von einem Gutachter auf 390000 Euro beziffert wurde.

Auf Nachfrage teilte Oberstaatsanwalt Robert Deller mit, seine Behörde gehe davon aus, „dass da irgendwas nicht in Ordnung ist”. Wenn jemand wisse, dass ein Areal nur ein Bruchteil des gezahlten Kaufpreises wert sei, handele es sich um Untreue zu Lasten des Betriebsvermögens.

Die Ermittlungen dauerten so lange, weil sie besonders schwierig seien. „Wir versuchen, den Weg, den das Geld gegangen ist, nachzuvollziehen.” Bei den Überweisungen auf Konten sei dies relativ einfach. Doch es seien auch größere Beträge bar von Konten abgehoben worden. Diesen Barbeträgen nachzugehen, das sei aufwendig und mache die Sache kompliziert, so Deller.

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