Düren - Peill-Stiftung fördert wieder junge Künstler

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Peill-Stiftung fördert wieder junge Künstler

Von: mv
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Museumsleiterin Dr. Renate Gol
Museumsleiterin Dr. Renate Goldmann (vorne) freut sich schon heute auf die Ausstellung der neuen Peill-Stipendiaten und des neuen Peill-Preisträgers. Foto: Margret Vallot

Düren. Mäzenatentum und Kunstförderung haben in Düren eine lange Tradition. Jetzt konnte Museumschefin Dr. Renate Goldmann wieder drei Künstler vorstellen, die in den Genuss einer sehr großzügigen Förderung kommen: Gemeint sind der neue Peill-Preisträger Saadane Afif und die beiden Peill-Stipendiaten Vaast Colson und Andreas Fischer.

Die Preisvergabe war in diesem Jahr sehr europäisch: Afif, 1970 geboren, ist ein in Berlin lebender Franzose, Colson lebt und arbeitet in Antwerpen, er ist Belgier. Und Andreas Fischer ist Deutscher. Genau zehn Kandidaten gab es für den mit 25 000 Euro dotierten Preis. 20 kamen in die engere Wahl beim Auswahlverfahren für die Stipendiaten.

Die beiden Stipendiaten erhalten von der in Düren ansässigen Günther-Peill-Stiftung innerhalb von zwei Jahren jeder 18 000 Euro. Zu der Jury, die die Künstler aussuchte, gehörte in diesem Jahr Joost Declercq vom Museum Dhondt-Dhaenens. Der Jury gehört alle zwei Jahre derjenige an, der den letzten Preisträger vorgeschlagen an.

Eine Ausstellung mit Werken der genannten Künstler wird man in Düren erst 2014 eröffnen. Es sei aber verraten, dass es sich bei Saadane Afif um einen Künstler handelt, der 2007 bereits an der „documenta 12”, der Olympiade der Kunst, teilnehmen durfte.

Er verwebt Musik, Sprache und Kunstgeschichte mit anderen Medien zu Kompositionen. In Medien, Aufführungen und Installationen präsentieren sich seine Arbeiten oft als Werke mehrerer Autoren und als äußerst lebendige Prozesse.

Die Arbeiten des belgischen Konzeptkünstlers Vaast Colson, geboren 1977, sind kunst- und kulturkritische Aktionen und Performances. Sie wirken häufig auf den ersten Blick banal. Es sind aber Auseinandersetzungen mit der Rolle des Künstlers, den Wirkungsweisen und Strukturen von Kunst, sowie deren sozialer Relevanz.

Andreas Fischer (1972), der Dritte im Bunde, lebt in Düsseldorf und ist Bildhauer. Er baut aus ausrangierten Haushalts- und Elektrogeräten kinetische Objekte und skurrile Maschinen.

Dank selbstinstallierter Mechanik erwachen seine Apparaturen über einen monatelangen Schaffensprozess zum Leben. Sie können Textfragmente sprechen und äußern sich über ihre Gedanken- und Gefühlswelt.

Die Kunst des Preisträgers und der Stipendiaten dürfte für Laien schwierig bis unverständlich sein. Das Leopold-Hoesch-Museum bietet aber immer wieder Führungen an, bei denen die Kunst sehr gut erklärt wird. Was zunächst fremd erscheint, wird dann offensichtlich und es zeigt sich nicht selten, dass die moderne Kunst sehr viel mit dem Lebensgefühl heutiger Menschen zu tun hat.
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