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Papiermuseum soll größer werden

Von: Ingo Latotzki
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Blick ins Dürener Papiermuseum an der Wallstraße. Das Gebäude soll erweitert werden. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Das Dürener Papiermuseum soll umgebaut und erweitert werden. Die Veränderungen betreffen zum einem das aus dem Jahr 1990 stammende Gebäude gleich neben dem Leopold Hoesch-Museum (LHM), aber auch das inhaltliche Konzept, das modernisiert und ergänzt werden soll. Konkrete Pläne werden in der Kulturausschussitzung am 19. März im LHM vorgestellt.

Ein Architektenbüro hat einen Entwurf erarbeitet, den der Verwaltungsvorstand der Stadt Düren, bestehend aus Bürgermeister und Dezernenten, bereits wohlwollend zur Kenntnis genommen hat. In den städtischen Haushalt ist eine Summe von 300.000 Euro eingestellt. Das Geld wird aber nicht reichen, um die Pläne zu verwirklichen.

Derzeit werde an einem Finanzierungskonzept gearbeitet, sagte Bürgermeister Paul Larue auf Anfrage der „DN“. Erste Berechnungen gehen von einem Invest von drei Millionen Euro aus. Die Differenz soll über Sponsoren, Stiftungen und öffentliche Gelder aufgebracht werden und somit die Stadt Düren nicht belasten. Nach ersten Gesprächen zeigt sich Larue zuversichtlich, dass die Finanzierung bis zur Ratssitzung im Oktober steht. Dann muss das am 25. Mai neu gewählte städtische Parlament eine Entscheidung fällen.

Da die Pläne sich noch in einem frühen Stadium befinden, konnte Bürgermeister Larue keine Details zur Umgestaltung nennen. Die Ausstellungsfläche soll deutlich vergrößert und das gesamte Gebäude in einen barrierefreien Zustand versetzt werden. Zudem sei es notwendig, das Haus energetisch zu sanieren. Gedacht ist überdies eine inklusive Einrichtung für Sehbehinderte und Blinde. Außerdem werde „viel Wert“ auf Angebote für Kinder und Jugendliche gelegt. Abgerundet wird das Programm durch ein mehrsprachiges Angebot. Larue erinnerte daran, dass die Dürener Industrie zwei Drittel ihre Produkte exportiere, hauptsächlich nach Übersee.

Die Umgestaltung des Hauses passt inhaltlich zum Masterplan der Stadt, der derzeit von einem Fachbüro erarbeitet wird. Stadtplaner Dr. Harald Heinz hat im Rahmen von Leitbildern die aus seiner Sicht für Düren wichtigen Themen Papier und Wasser herausgestellt. Über diese die Stadt prägenden Bereiche könne eine Identifikation geschaffen werden.

So soll es 2015, zum 25. Geburtstag des Museums, verschiedene Veranstaltungen zum Thema Papier geben, unter anderem einen Papiermachermarkt, der auf dem Vorplatz des LHM ausgerichtet werden könnte. Für die Dauer der Umbauarbeiten (etwa ein Jahr) muss das Papiermuseum geschlossen werden. „Düren muss eine der ersten Adressen beim Thema Papier bleiben“, sagte Bürgermeister Larue. Museumsdirektorin Dr. Renate Goldmann sagte auf Anfrage, eine Überarbeitung des Angebots sei „dringend geboten“.

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