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Papierfabrik Kreuzau: Die Bürger haben wieder das Wort

Von: mv
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Die Niederauer Mühle möchte
Die Niederauer Mühle möchte ihre drei Heizkessel demnächst im Parallelbetrieb arbeiten lassen. Foto: Margret Vallot

Kreuzau. In der Festhalle in Kreuzau haben am Dienstag, 6. November, mal wieder die Bürgerinnen und Bürger das Wort. Mitarbeiter der Bezirksregierung Köln müssen sich die Bedenken der Kreuzauer anhören, die zu einem Antrag der Papierfabrik vortragen werden.

Die Firma Niederauer Mühle will die bisher genehmigte Gesamtfeuerungswärmeleistung von derzeit 45,5 MW auf 62 MW erhöhen. Erstmals würde damit die Schwelle von 50 MW Feuerungswärmeleistung überschritten. Man hätte es deshalb mitten in Kreuzau mit einer „Großfeuerungsanlage” zu tun.

Um diese zu betreiben, braucht die Firma eine Extra-Erlaubnis der Bezirksregierung. In dem Verfahren haben Bürger und Verbände, die Gemeinde und wer sonst noch betroffen ist, ein Mitspracherecht. Genauer: Es dürfen Bedenken und Einwände gegen das Vorhaben der Niederauer Mühle geäußert werden, und diese müssen auch Berücksichtigung finden.

Schon seit gut zehn Jahren fühlen sich in Kreuzau Anwohner gestört von Gestank und Lärm, die von der Niederauer Mühle ausgehen. Auch im Rat der Gemeinde wurde das Thema immer wieder teils auch emotional behandelt. So wundert es nicht, dass gegen das neue Vorhaben, die Leistung noch zu erhöhen, mehr als 140 Eingaben gemacht wurden. Es ist damit zu rechnen, dass auch am 6. November beim Anhörungstermin (Beginn: 10 Uhr) die Emotionen wieder hochkochen werden.

Die Leitung der Papierfabrik betonte übrigens stets, sie wolle die Leistung gar nicht erhöhen, sondern lediglich flexibler und wirtschaftlicher arbeiten. In der Tat werden ja keine baulichen Maßnahmen vorgenommen und es wird kein neuer Kessel beantragt. Es wird lediglich der Parallelbetrieb aller drei schon vorhandenen Kessel beantragt.
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