Kreuzau - Papierfabrik: Köln genehmigt, wenn die Mühle nicht zu laut ist

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Papierfabrik: Köln genehmigt, wenn die Mühle nicht zu laut ist

Von: Margret
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Große Investitionen hat die N
Große Investitionen hat die Niederauer Mühle getätigt, um auf Maschinen in eindrucksvoller Größe produzieren zu können. Foto: Margret Vallot

Kreuzau. Wird die Papierfabrik ihren Parallelbetrieb von drei Kesseln so genehmigt bekommen, wie sie das gern hätte? Wird sie die Gesamtfeuerungswärmeleistung auf 62 MW erhöhen dürfen? Das sind die Fragen, die zur Zeit in Kreuzau hunderte Menschen beschäftigen.

Die Anwohner, die sich in der Bürgerinitiative „Saubere Luft für Kreuzau” engagieren und die Mitarbeiter der Niederauer Mühle, die mit der Erweiterung ihre Arbeitsplätze gesichert sehen. Entscheiden muss die Bezirksregierung in Köln.

Die Niederauer Mühle ist auf der Erfolgsschiene, sie ist ein gesundes Unternehmen, wie es sich jede Kommune, jede Landesregierung nur wünschen kann. Und wie bei Produktionsprozessen nun mal üblich, stinkt es, und es entsteht Krach. Das mindert in unzulässiger Weise die Lebensqualität der Nachbarschaft. Nachts ist ein deutliches Brummen nicht zu überhören, das - davon war oft im Rat der Gemeinde die Rede - die Grenzwerte klar überschreitet. Und auch der Lkw-Verkehr, der die Papierfabrik anfährt, hat längst die Dimensionen überschritten, die für den Ort verträglich sind.

Standort sichern

Unterdessen hat die Bezirksregierung in Köln auf Anfrage der „DN” mitgeteilt, das sie den Antrag der Papierfabrik genehmigen muss, wenn alle Genehmigungsvoraussetzungen erfüllt sind. So laufen derzeit Messungen, um wieder mal herauszufinden, ob die Mühle tatsächlich zu laut ist oder nicht. Es wird ein Gutachten erstellt, das ergeben muss, dass der Lärmpegel nicht überschritten wird (Immissionsschutzgesetz Paragraf 6, 16). Andernfalls werde nicht genehmigt.

Zu der Frage, ob der Antrag der Niederauer Mühle mit dem in Einklang steht, was mit einem neuen Bebauungsplan erreicht werden kann, äußerte sich unterdessen der Vorsitzende des Kreuzauer Umweltausschusses, Jo Kaptain (CDU). Er hat sich, wie wohl die allermeisten Kreuzauer Kommunalpolitiker, in wochenlanger ehrenamtlicher Arbeit sachkundig gemacht.

Der Parallelbetrieb der drei vorhandenen und genehmigten Kessel „kann sehr wohl eine Verbesserung im Sinne der Ziele des Bebauungsplans sein”, schreibt Kaptain. Dies können dann der Fall sein, wenn die Bedingungen (Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben für Geräusch- und Lärmimmissionen und die Berücksichtigung niederfrequenter Geräusche, Brummtöne) eingehalten werden. Diese Bedingungen wurden von der CDU-Fraktion im Rat als Voraussetzung für die Ausnahme von der Veränderungssperre gefordert.

Kaptain teilte weiter mit: „Durch den Parallelbetrieb kann verstärkt Erdgas als Energieträger eingesetzt werden, und der umweltbelastende Braunkohlenkessel kann zurückgefahren werden. Die Gaskessel können im Gegensatz zum Braunkohlenkessel flexibler gesteuert werden, und es braucht nicht so viel Kohle per Lkw angeliefert zu werden.” Die CDU Fraktion möchte, so stellte Kaptain klar, „den Industriestandort sichern und sich auch entwickeln lassen”.

Die Christdemokraten bestehen aber darauf, dass die gesetzlichen Bestimmungen für Gerüche und Geräusche eingehalten werden. „Eine bloße Veränderungssperre ohne diese Option für die Firma ist aus unserer Sicht eine Blockadehaltung, die nicht im Sinne der Gemeinde Kreuzau, der Anwohner und der Firma und ihrer Mitarbeiter sein kann.”
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