Düren - „Operation Übernahme” eingeläutet

„Operation Übernahme” eingeläutet

Von: kin
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Die IG Metall Jugend hatte zur Eröffnungsveranstaltung ihrer „Operation Ubernahme” eingeladen, mit der auf die Perspektivlosigkeit von jungen Auszubildenden aufmerksam gemacht wird. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Es war bitterkalt und ziemlich rutschig, dennoch hatten rund 100 Jugendliche am Freitagabend den Weg auf den Rathausvorplatz in Düren gefunden. Die IG Metall Jugend hatte zur Eröffnungsveranstaltung ihrer „Operation Übernahme” eingeladen, mit der die Gewerkschaft auf die Perspektivlosigkeit von jungen Auszubildenden aufmerksam machen will.

Mit einem Fackelzug waren die jungen Menschen gemeinsam mit Gewerkschaftssekretär Volker Kohlisch und „Metaller” Jürgen Müller, der sich in seiner Gewerkschaft um die Jugendarbeit kümmert, vom DGB-Haus in der Kämergasse bis zum Rathaus gezogen. Dort gab es jede Menge Musik und ein pantomimisches Theaterstück, das auf die Misere der Azubis aufmerksam machen sollte.

Trotz abgeschlossener, qualifizierter Ausbildung, so Jürgen Müller, fänden viele keinen Arbeitsplatz nach der Lehre und seien gezwungen, für Dumping-Löhne oder bei Leiharbeitsfirmen zu arbeiten.

„Das können und werden wir uns nicht gefallen lassen.” Neben SPD-Bundestagsmitglied Dietmar Nietan und der SPD-Landtagsabgeordneten Liesel Koschorrek war auch der Geschäftsführer der Vereinigten Industrieverbände, Hans-Harald Sowka, zu der Kundgebung gekommen, um seine Sicht der Dinge darzustellen. „Die letzten Jahre”, so Sowka, „waren gute Jahre für die Ausbildung.” 2008 hätte es im Kammerbezirk Aachen/Düren 4859 neue Ausbildungsverträge geben, 2009 trotz Wirtschaftskrise immerhin noch 4372.

Sowka teilt die Soge, dass viele der jungen Gesellen nicht übernommen werden nicht. „Untersuchungen der Bundesagentur für Arbeit haben in den letzten Jahren immer eine stabile Übernahmequote ergeben. Und in manchen Branchen gibt es sogar eine tarifliche Übernahmeverpflichtung für zwölf Monate.”

Der Arbeitgebervertreter ist überzeugt, dass Unternehmen, Betriebsräte und Gewerkschaften bisher in der Krise gut zusammengearbeitet haben. „Ich bin sicher, dass wir gemeinsam die zukünftigen Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt bestehen werden”, sagte er.
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