Düren - Ohne Lesen kein Job und kein Geld

Ohne Lesen kein Job und kein Geld

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Zwölf Sechstklässlerinnen vo
Zwölf Sechstklässlerinnen von Gymnasium und Realschule der St. Angela Schule zeigten bei der Auftaktveranstaltung von ABC Düren, dass Lesen viel Spaß macht. Foto: Andreas Bongartz

Düren. Den Pisa-Turm kann man nicht so einfach wieder gerade rücken: Die jüngsten Ergebnisse der gleichnamigen Studie zeigen zwar Verbesserungen in den Leistungen deutscher Schüler, was das Lesen betrifft, liegt hierzulande aber dennoch einiges im Argen.

„24 Prozent der 15-Jährigen lesen nur auf Grundschulniveau,” weiß Dr. Elke Fettweis. „Und es wird mit der Zeit nicht besser.” Ein Problem, dem Fettweis in Düren auf breiter Front begegnen möchte. „ABC Düren - AusBildungsChancen Düren” lautet der Name der Initiative, die sie zusammen mit Manuela Hantschel ins Leben gerufen hat und die jetzt an der St. Angela Schule offiziell ihren Startschuss nahm.

Das Ziel des ambitionierten Projekts ist es, an der Rur eine Solidargemeinschaft in Sachen Basiskompetenz Lesen zu schaffen. Schließlich sei Lesen eine ganz entscheidende Grundvoraussetzung, um Anteil am gesellschaftlichen Leben zu haben, wie Thomas Rachel, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, bei der Auftaktveranstaltung sagte.

Schirmherr Larue

Auch Rachel sieht auf diesem Bereich erheblichen Handlungsbedarf. So berichtete der CDU-Politiker von einer neuen Studie des Bildungsministeriums, deren Ergebnisse besorgniserregend seien: „Zwei Millionen Menschen in Deutschland können lediglich einzelne Worte lesen, 7,5 Millionen können keinen zusammenhängenden Text lesen oder schreiben.” Analphabetismus sei ein Problem, das mitten in unserer Gesellschaft sei, so der Bundestagsabgeordnete weiter. „Wer nicht ausreichend lesen und schreiben kann, hat es schwer.”

Dr. Elke Fettweis brachte es auf den Punkt: „Ohne Lesen kein Job, kein Geld, keine Annakirmes.” Als weiteren Baustein zur Leseförderung in Düren haben Fettweis und Hantschel zudem den Wettbewerb „AusBüchernChancen machen” konzipiert der in der St. Angela Schule ebenfalls seinen Auftakt fand. Bürgermeister Paul Larue, der die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hatte, sagte: „Was öffnet sich dem Lesen beim Aufschlagen eines Buchs? Immer wieder neue Welten und Wirklichkeiten, die weit von uns entfernt liegen.”

Weit entfernt von der Angela Schule liegt auch der tropische Regenwald, in den zwölf Sechstklässlerinnen die Gäste entführten. Ein Jahr lang hatten die Schülerinnen im Rahmen des Projekts daran gearbeitet, das neue Buch von Dr. Simak Büchel „Baum 532” in eine Hörfassung zu bringen. Das Ergebnis machte deutlich: Lesen ist nicht nur für die Ausbildung wichtig, sondern macht auch viel Spaß.
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