Niederzier/Merzenich - Ohne das Polizeilexikon des Verbrechens geht es nicht

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Ohne das Polizeilexikon des Verbrechens geht es nicht

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Niederzier/Merzenich. „Hätte Klose nicht zwei Tore gegen Argentinien geschossen, wäre alles anders gelaufen.” Dieser Satz geht derzeit nicht nur Diego Maradona durch den Kopf, er lässt sich auch als Beginn eines Krimis benutzen.

Diese Erfahrung machte der Deutsch-Leistungskurs 12 der Gesamtschule Niederzier/Merzenich an einem Projekttag mit der Krimiautorin Elke Pistor.

Einen Tag lang lernte der Kurs Tricks und Fertigkeiten für kreatives Schreiben kennen. Mit einer theoretischen, aber keineswegs langweiligen Einführung startete das Projekt: Elke Pistor konfrontierte ihre Zuhörer damit, das Werke wie das Handbuch der Toxikologie oder das Polizeilexikon des Verbrechens zum Rüstzeug eines Autoren gehören.

Danach hatten die Schüler und Schülerinnen den Auftrag, auf Basis einer Begriffssammlung eine Kriminalgeschichte zu entwickeln. Wertvolle Tipps wie der vom klassische Spannungsbogen waren vorher besprochen worden.

Nach einer längeren Schreibphase wurde der Prozess der Textüberarbeitung genauer erläutert: „Show, don„t tell”, sei das Credo der Schreibzunft, erklärte sie: „Menschliche Emotionen können zum Beispiel viel besser durch Verben als durch Adjektive beschrieben werden.”

In Kleingruppen hatten die Schüler danach die Möglichkeit, ihre Texte zu verbessern, ausgewählte Kurzkrimis wurden anschließend dem Plenum präsentiert. „Erstaunlich gute Ergebnisse”, das bescheinigte Elke Pistor den Kursmitgliedern, die Kloses zwei Tore zum Anlass für große Verwicklungen nahmen. „Einige Schüler haben durchaus Schreibtalent. Schüler wie Patrick Hahn sollten ihr Talent durchaus nutzen.”

Zum Abschluss des Projekts las die Autorin dann den eigenen Krimi „Komm schon Baby” vor. „Der Krimi hat das Projekt sehr schön abgerundet”, meinte Jenny Ress zu frieden. Und auch Kurslehrer Guido Müller bilanzierte: „Das Projekt bot eine sinnvolle Abwechslung zum eher analytischen Arbeiten in unserm Leistungskurs.”
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