Düren - „Oh mein Gooht!”: Käthe Lachmann gleich zweimal

„Oh mein Gooht!”: Käthe Lachmann gleich zweimal

Von: ale
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Das Publikum im „Komm”-Zentrum hatte seine helle Freude an Käthe Lachmann. Gestenreich, witzig und manchmal hektisch agierte die Entertainerin auf der Bühne. Foto: Anneliese Lauscher

Düren. Im Rahmen der „Spaßgesellschaftsabende” gastierte am Montag und Dienstag Käthe Lachmann im Dürener „Komm”-Zentrum. Aufgrund der hohen Nachfrage war ein zweiter Abend mit dem Temperamentsbündel angesetzt worden, der ebenfalls rasch ausverkauft war.

„Ich bin nur noch hier, weil du auf mir liegst” - der Titel des Programms lässt Schlüpfriges vermuten. Doch Käthe Lachmanns Humor und Frechheiten blieben zumeist oberhalb der Gürtellinie. Frauen waren zwar deutlich in der Überzahl, aber die wenigen Herren amüsierten sich nicht minder. Sie mussten nur damit leben, dass ihnen erhöhte Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde: Käthe Lachmann fand den Haarschnitt sexy oder lästerte darüber, wie lange ein Mann wohl braucht, bis er das Wollwaschprogramm eingestellt hat!.

Wandelbare Stimme

Wenig auffällig ist ihr Outfit, dafür umso auffälliger ihre wandelbare Stimme: Wenn sie als Elke Schmidt die Synchronsprecherin gibt, dann hat ihr Publikum einen Heidenspaß. Sie äfft nämlich Frauen in amerikanischen Spielfilmen und Fernsehserien nach, völlig übertrieben mit seltsamem Stöhnen und schrillem Aufschreien und immer wieder „oh mein Gooht!”. Überhaupt kann sie die naive, etwas dämliche Blondine dermaßen köstlich persiflieren, dass ihre Show immer wieder von schallendem Gelächter unterbrochen wird.

Wenn sie sich beispielsweise bei ihren hilflosen Versuchen, sich im weltweiten Netz zurechtzufinden, selbst Mut macht: „Es heißt ja nicht interböse, sondern internett!” Sie hat auch Kontakte geknüpft und freut sich schon, die inneren Werte von „Riesending 38” kennen zu lernen.

Publikum vollauf zufrieden

Die „Lieblings-Talkshow” mit mehreren Kandidaten und einem langweilen Moderator spielt sie ganz alleine, lässt ein „blödes halbnacktes junges Ding” halbe Sätze hinhauchen und einen dümmlichen Song reimen. Das Publikum reagiert entzückt und schwenkt die Arme zu „Mohnbrötchen”.

Das temporeiche, witzige Programm begeistere die Zuschauer bis zur letzten Minute; möglicherweise gingen sie mit ein paar Lachfältchen mehr, aber bestimmt äußerst zufrieden, nach Hause.
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