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Nudeln mit Soße vom Kreis

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
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Hmm,das schmeckt! Kinder, die bis zum Nachmittag im Kindergarten bleiben, benötigen eine warme Mittagsmahlzeit. Doch nicht alle Eltern können das Essen für ihre Jüngsten auch bezahlen. Foto: Archiv

Kreis Düren. Es gibt Kartoffeln, Rosenkohl und Rinderbraten. Offenbar Annikas Lieblingsgericht. Mit Hingabe löffelt die Sechsjährige ihren Teller leer. Und holt sich gleich einen Nachschlag bei Erzieherin Regine Knapp, die das Mittagessen im St. Marien-Kindergarten austeilt.

Annika kann satt und zufrieden zurück in ihre Spielgruppe gehen. Anderen Kindern aus der Merzenicher Einrichtung geht es nicht so gut. Weil ihre Eltern Sozialhilfeempfänger sind und das Mittagessen im Kindergarten nicht bezahlen können, müssten acht Kinder eigentlich weg geschickt werden, wenn die Töpfe mit dem Essen auf den Tisch kommen.

Unter der Hand regelte es das Personal meist, dass auch diese Kinder nicht hungern müssen. Zumindest in den Kindergärten im Kreisgebiet werden ab Februar alle Kinder ein warmes Mittagessen erhalten. Auch wenn ihre Eltern das Geld dafür nicht aufbringen können oder wollen. 150.000 Euro stellt der Kreis für diesen Zweck zur Verfügung.

Das Essen in Merzenich liefert ein Service aus Wuppertal an. Die Erzieherinnen bestellen die Menüs wochenweise aus einem Speiseplan. Gebracht werden Erwachsenen-Portionen, die dann vor Ort kindgerecht aufgeteilt werden. „Wir achten natürlich darauf, dass das Essen abwechslungsreich und vitaminhaltig ist”, so Regine Knapp.

In keinem Kindergarten in Stadt und Kreis wird täglich selbst gekocht. Auch in den 21 Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt liefern unterschiedliche Caterer das Essen an. 576 Mahlzeiten täglich. Und dabei wird nicht nur auf den Nährgehalt des Essens geachtet. AWO-Geschäftsführer Johannes Veith: „Es gibt strenge Hygienevorschriften für den Lieferanten und die Ware. Die Temperatur des Essens darf zum Beispiel im Wagen nicht unter 65 Grad liegen.”
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