NRW-Staatsekretärin Kaykin: Islam kein Integrationshindernis

Von: epd
Letzte Aktualisierung:

Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Staatssekretärin für Integration, Zülfiye Kaykin (SPD), sieht im muslimischen Glauben kein Hindernis für die Integration von Zuwanderern. „Ich finde es fatal, dass man Menschen nur über ihre Religion definiert und alles darauf reduziert”, sagte Kaykin dem evangelischen Monatsmagazin „chrismon plus rheinland”.

Mangelnde Bereitschaft, sich zu integrieren, werde in Deutschland zu häufig mit Religion begründet. Die Migranten nähmen das auf und versuchten, ihr Verhalten religiös zu rechtfertigen.

Die Hauptprobleme sind für Kaykin mangelnde Bildung, eine schlechte soziale Stellung und daraus resultierende Perspektivlosigkeit. Diese Probleme „müssen wir uns als Mehrheitsgesellschaft auch mal zuschreiben, das haben wir verpennt”, sagte die in der Türkei geborene und in Duisburg aufgewachsene SPD-Politikerin, die mehrere Jahre lang die Begegnungsstätte der Duisburger Merkez-Moschee leitete.

Islamkritikern wirft Kaykin vor, sie schürten Ängste und stellten Muslime als Bedrohung hin. Grundlage dafür seien eher „gefühlte Wahrnehmungen” als Fakten. Auch eine „negativ gefärbte Berichterstattung in den Medien” trage zu gegenseitigen Vorurteilen bei.

Als Beispiel nennt Kaykin die Aussage, es gebe „einen Ansturm von Muslimen”, vor allem aus der Türkei. In Wahrheit sei die Auswanderung in die Türkei höher als die Zuwanderung von dort nach Deutschland.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert