NRW-Landtagspräsident besucht Niederzier

Von: oha
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Landtagspräsident Eckhard Uhl
Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg trug sich im Beisein von Bürgermeister Hermann Heuser ins Goldene Buch Foto: Ottmar Hansen

Niederzier. Seltenen Besuch hatte gestern Morgen die Gesamtschule Niederzier-Merzenich: NRW-Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg (CDU) disktutierte mit den Schülern über aktuelle Fragen der Politik, ehe er sich im Rathaus ins Goldene Buch der Gemeinde eintrug.

Zuvor hatte Uhlenberg für eine stärkere Beteiligung junger Menschen an der Politik geworben. Er zeigte sich angetan vom Interesse der Niederzierer Gesamtschüler am aktuellen Geschehen in der Landes- und Bundespolitik. Ganz klar, dass vor allem die Wahlen in Berlin im Mittelpunkt der Gespräche zwischen den Jugendlichen und ihrem Gast standen.

Im Rathaus stellte Bürgermeister Heuser dem Gast aus Düsseldorf die Eckdaten der Gemeinde vor. „Wir wären um das Jahr 1600 fast Landeshaupstatdt geworden”, erinnerte Heuser an die lange Geschichte der Gemeinde. Auch an die Kommunale Neugliederung und die Umsiedlung von Ortsteilen im Zuge des Braunkohlentagebaues. Stolz wies Heuser seinen Gast darauf hin, dass Niederzier zu den sieben schuldenfreien Kommunen in NRW gehört.

„Dennoch werden auch wir auf längere Sicht nicht mehr mit unseren Einnahmen auskommen”, betonte Heuser. Er rechnete vor, dass der Hauptsteuerzahler, RWE Power, seine Gewerbesteuern im Zuge der Diskussion um die Zukunft der Kernkraftwerke um 80 Prozent reduziert habe. Die Energiewende sei nötig, begründete Uhlenberg die jüngsten politischen Entscheidungen in Düsseldorf und Berlin. „Trotzdem muss NRW Industrieland bleiben, mit bezahlbaren Energien.”

Er appellierte an die Energie-Unternehmen, das Kraftwerkserneuerungsprogramm zügig umzusetzen. Den Niederzierer Politikern riet der Landtagspräsident, die demografische Entwicklung im Auge zu behalten. Bei sinkenden Einwohnerzahlen mache es wenig Sinn, immer neue Wohngebiete auszuweisen. Uhlenberg: „Junge Familien können auch in leer stehende Gebäude ziehen, damit weiterhin Leben in den Ortskernen stattfindet.”
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