Düren - Nordschul-Aus: SPD verlässt die Ratssitzung

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Nordschul-Aus: SPD verlässt die Ratssitzung

Von: Ingo Latotzki
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Betroffene der Nordschule versammelten sich im Rathaus zu einer Mahnwache. Foto: inla

Düren. Mit den Stimmen von CDU und FDP hat der Dürener Stadtrat am Mittwochabend entschieden, die Realschule Nord zu schließen. An der Abstimmung nahm die SPD nicht teil; die Fraktion hatte aus Protest die Ratssitzung verlassen.

Die Grünen beteiligten sich ebenfalls nicht am Votum - auch aus Protest - , blieben aber Teilnehmer der Sitzung.

Die SPD warf der Stadtverwaltung und CDU/FDP „Rechtsbruch” vor. Dabei bezog sie sich auf das NRW-Schulgesetz, in dem steht, dass die Auflösung einer Schule nur nach Maßgaben einer Schulentwicklungsplanung erfolgen dürfe. Da die Stadt Düren auf keinen Schulentwicklungsplan verweisen könne, dürfe die Realschule Nord nicht geschlossen werden.

Dieser Argumentation schloss sich auch die Fraktion der Grünen ab. Es entwickelte sich eine emotionale Diskussion, in deren Verlauf die bekannten Argumente erneut ausgetauscht wurden. Die Stadt Düren ist für eine Schließung der RSN, weil damit pro Jahr ihrer Ansicht nach gut 200.000 Euro an Unterhaltskosten zu sparen wären. Die Nordschule wird ab 2013 mit der benachbarten Realschule Bretzelnweg zusammengelegt, die groß genug ist, alle Schüler aufzunehmen.

Den Vorwurf des Rechtsbruches ließen weder die Verwaltung noch CDU und FDP stehen. Die Stadt Düren würde sehr wohl Schulentwicklungsplanung betreiben, hieß es, auch wenn es keinen eigenen Schulentwicklungsplan gebe. Dennoch sei Rathaus und Mehrheitsfraktionen auf Basis von Erhebungen bekannt, wie sich das Schulleben in Düren entwickele.

Vor der Sitzung hatten sich rund 70 Betroffene der Realschule Nord im Rathaus zu einer Mahnwache versammelt. Sie verfolgten die geheime Abstimmung über ihre Schule von der Sitzungstribüne aus.
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