Nörvenich - Nörvenich: Verkauf der Hauptschule hilft Schuldenberg zu tilgen

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Nörvenich: Verkauf der Hauptschule hilft Schuldenberg zu tilgen

Von: oha
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Nörvenich. Noch ist Nörvenich hoffnungslos verschuldet, doch bis zum Jahr 2018 könnte die Konsolidierung gelingen, so die optimistische Prognose der Gemeindeprüfungsanstalt. Voraussetzung sind jedoch ein strikter Sparkurs, die Erhöhung von Steuern und Gebühren sowie der Verkauf von Immobilien wie etwa das nicht mehr benötigte Hauptschulgebäude.

Die Schulden der Gemeinde belaufen sich derzeit auf neun Millionen Euro, die kurzfristigen Kassenkredite auf acht Millionen Euro. Und die Fehlbeträge steigen stetig weiter.

Aus diesem Grunde wurde Nörvenich in den „Stärkungspakt Stadtfinanzen” des Landes NRW aufgenommen. Aus diesem „Topf” gibt es eine Finanzspritze von rund fünf Millionen Euro. Addiere man die Zinsersparnisse hinzu, betrage der Zuschuss sogar sechs Millionen Euro, rechnete Kämmerer Hans-Jakob Klinkhammer gegenüber unserer Zeitung am Dienstag vor.

Doch das alleine reiche nicht, betonte Bürgermeister Hans-Jürgen Schüller.: „Die Verwaltung hat einen Konsolidierungsplan erarbeitet, der spätestens in der Ratssitzung am 27. September verabschiedet werden muss. Bis zum 30. September müssen wir unsere endgültigen Sparpläne bei der Bezirksregierung vorlegen.”

Der Konsolidierungsplan ist den Ratsfraktionen vergangene Woche zugeleitet worden. Heute soll eine Lenkungsgruppe aus Politikern, Gemeindeverwaltung und Bezirksregierung darüber beraten. Viele Änderungswünsche werden die Politiker nicht anbringen können, wollen sie die Sanierung der Gemeindefinanzen nicht gefährden.

59 Positionen umfasst der Sparplan. Darunter die Erhöhung von Grundsteuern, Gewerbesteuern und Hundesteuern. „Wir wollen die Steuererhöhungen allerdings so moderat wie möglich halten, davon sind schließlich alle Bürger betroffen”, verspricht Bürgermeister Schüller. Ein weiterer Vorschlag ist die Verkleinerung von Rat und Verwaltung. Außerdem will man sich von nicht mehr benötigten Immobilien trennen.

Dazu gehört auch die Hauptschule, die ja demnächst leer stehen wird. Der Schätzwert liegt bei zwei Millionen Euro. Ob dieser Preis auf dem Markt zu erzielen ist, bleibt allerdings fraglich. „Notfalls werden wir das Gebäude vermieten”, so Schüller. Der Bürgermeister kann sich vorstellen, dass das gut erhaltene Gebäude in bester Lage zwischen Park und Ortskern zu einem Standort für „betreutes Wohnen” werden kann. „In diesem Segment gibt es hohen Bedarf”, weiß der Bürgermeister. Interessenten für diese Verwendung gibt es schon.

Ebenfalls verkaufen könnte die Gemeinde die Außenstelle der Verwaltung, die seinerzeit errichtet wurde, um die Bediensteten unterzubringen, die die Sozialhilfeempfänger betreuten. Da diese Aufgabe inzwischen wieder vom Kreis wahrgenommen wird, stehen die Räume leer.

Bürgermeister Hans-Jürgen Schüller ist sich sicher: „Wenn alle in der Gemeinde an einem Strang ziehen, kommen wir aus dem Schuldenloch heraus.”
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