Noch mehr Kritik an Decathlon-Ansiedlung

Von: de
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Düren. Die Entscheidung des Dürener Stadtentwicklungsausschusses pro Ansiedlung des Sportartikel-Spezialisten Decathlon im Gewerbegebiet „Im großen Tal” schlägt weiterhin hohe Wellen.

Guido Duell, Dürener Einzelhändler und stellvertretender Vorsitzender der IG City, zeigt sich in gleichlautenden Schreiben an die Fraktionscvorsitzenden von SPD, CDU und FDP im Dürener Stadtrat empört darüber, dass der Beschluss in eklatanter Weise gegen das geltende Einzelhandelskonzept verstoße.

Dieses Konzept schließe ausdrücklich die weitere Ansiedlung von großen Einzelhandelsbetrieben „auf der grünen Wiese” aus.

Duell: „Wie sollen potentielle Investoren mit Interesse am Kauf oder der Anmietung innerstädtische Gewerbeflächen Vertrauen in die Beschlüsse der Politik haben, wenn diese schon nach wenigen Wochen das Papier nicht mehr wert sind, auf dem sie geschrieben sind?”.

Duell, der sich an den bisherigen Bemühungen um zukunftsweisende Lösungen für das engere Stadtzentrum engagiert beteiligt hat, kommt zu der Erkenntis, „dass eine Mitwirkung an Konzepten und ein ehrenamtliches Engagement zur Steigerung der Attraktivität der Dürener Innenstadt leider vertane Zeit ist.”

Die Fraktion der Partei „Die Linke” kritisiert den Beschluss in Sachen Decathlon ebenfalls heftig. „Wir befürchten, dass die Kaufkraft unweigerlich in das Gewerbegebiet verlagert wird - sehr zu Ungunsten der Einzelhändler in der Innenstadt, die seit Jahrzehnten erfolgreich und arbeitssam ihre Unternehmen führen,” heißt es einer vom Fraktionsvorsitzenden Niko Theodoridis unterzeichneten Stellungnahme.

Zahlreiche Fachgeschäfte seien gefährdet, weil sie dem Druck der Konkurrenz „auf der grünen Wiese” wohl nicht auf Dauer standhalten könnten. Theodoridis: „Aus diesem Grund fordern wir, diese Pläne aufzugeben und Mittelstand in der Innenstadt zu stärken und so auch viele Arbeitsplätze zu sichern.”
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