Nideggen - Noch immer kein Vertrag für Wildpark in Schmidt

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Noch immer kein Vertrag für Wildpark in Schmidt

Von: ale
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Nideggen. Die Diskussion um den Wildpark in Schmidt schlägt hohe Wellen: Der Pachtvertrag wurde gekündigt, bisher haben die Gespräche mit den Pächtern kein greifbares Ergebnis gebracht.

Nachdem die Stadt Nideggen im letzten Herbst sämtliche Pachtverträge zu Immobilien, die in ihrem Besitz sind, gekündigt hat, erhielt auch das Ehepaar Willibert und Lilly Scheidtweiler entsprechende Post. „Wir waren schockiert”, berichten sie. „Wir betreiben den Wildpark seit 22 Jahren, er bedeutet unsere Existenz.”

Willibert Scheidtweiler hatte noch unter Bürgermeister Hönscheid mit der Stadt verhandelt, um den Pachtvertrag zu aktualisieren. „Als wir hier anfingen, stand lediglich ein Eingangshäuschen da. Es gab einen kleinen Kiosk, und man konnte draußen auf ein paar Bänken sitzen.” Die Scheidtweilers haben mehrfach angebaut, Heizung und Toiletten installiert.

Die Besucherzahlen des Parks sind zurückgegangen, aber Lillys Café wurde immer bekannter. Vor sieben Jahren wurde das Café erweitert, und die Küche musste vergrößert werden. Die Verhandlungen über eine Erhöhung der Pacht kamen damals ins Stocken. Es stand eine Verdoppelung der Pachtzahlung zur Diskussion, dieser hätte Scheidtweiler zugestimmt, wenn die Hälfte an ihn zurückgeflossen wäre als Abgeltung für die Investitionen. Auch jetzt wäre er dazu bereit, für die nächsten acht Jahre, dann möchte er in den Ruhestand gehen.

Bürgermeisterin Margit Göckemeyer berichtet auf Anfrage der „DN”, dass in der letzten Woche das Thema im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt zur Debatte stand. Dort sei nach ausgiebiger Diskussion der Beschluss gefasst worden, sich mit dem Pächter erneut an einen Tisch zu setzen, und zwar die Bürgermeisterin, der Ortsvorsteher von Schmidt, Ludwig Fischer, der SPD-Ratsvertreter Eduard Müllejans und der Pächter des Wildparks.

Göckemeyer weist darauf hin, dass der Stadt jährlich für den Wildpark Aufwendungen in Höhe von 4500 und 5000 Euro entstehen (Bereitstellung der Straße, Kanalisation, Abschreibung der Grundstücke). Göckemeyer: „Es liegt mir fern, jemanden abzuzocken. Aber es kann nicht sein, dass die Stadt hier Geld zuschießt.”
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