Nietan setzt sich für „Boelcke” ein

Von: red
Letzte Aktualisierung:
nietanbu
Besuchte den Fliegerhorst, um den Soldaten seine Unterstützung zuzusagen: der SPD-Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan. Unter den Augen von Kommodore Andreas Hoppe durfte er im Eurofighter probesitzen.

Nörvenich. Geht es nach dem Willen von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, dann wird die Bundeswehr kleiner, billiger - und zugleich schlagkräftiger.

Seine Pläne sehen vor, die Truppe von 250.000 auf 163.000 Soldaten zu reduzieren. Eine Folge davon werden Standortschließungen sein.

Dass davon der Militärflughafen in Nörvenich nicht betroffen ist, dafür setzt sich Sozialdemokrat Dietmar Nietan ein. Der Bundestagsabgeordnete war am Montag zu Gast am Standort für den neuen Eurofighter.

150 Millionen werden investiert

Ein Geschwader mit 35 hoch modernen Eurofightern soll in Nörvenich stationiert werden. Der Flughafen wird deshalb bis 2015 für rund 150 Millionen Euro umgebaut. Im kommenden Jahr sollen die Abstellhallen für die neuen Flugzeuge fertig sein, ein Jahr später die Instandsetzungshallen. Sie werden die Arbeit der Mechaniker erleichtern.

Die Fighter fahren von hinten in ihre Box hinein, werden betankt und gewartet, und fahren anschließend vorne wieder heraus. Neben dem neuen Flugsimulator entsteht ein Kommandogebäude, in dem alle Befehlsstrukturen zusammen gefasst werden.

Kurze Wege und effizientere Arbeit - das bedeutet am Ende auch weniger Personal. Derzeit sind in Nörvenich noch rund 2300 Soldaten stationiert. 1600 gehören zum Geschwader, der Rest zum Sanitätszentrum oder zum Schutzbataillon. Sollte es zur Abschaffung der Wehrpflicht kommen, werde man dies auch in Nörvenich spüren, erklärte Oberstleutnant Andreas Hoppe, Kommodore des Jagdbombergeschwaders 31 Boelcke, seinem Gast aus dem Bundestag. Hoppe: „Wir haben derzeit 250 Wehrpflichtige hier, die wertvolle Arbeit leisten. Es wird schwer werden, sie zu ersetzen.”

Bei Nietan traf der Kommodore auf offene Ohren: „Ich gehöre zum Flügel der SPD, der für die Beibehaltung der Wehrpflicht kämpft. Man sollte jungen Leuten die Chance geben, etwas für ihr Land zu tun. Dies gilt auch für den Zivildienst.” Der SPD-Politiker betonte, dass in Zeiten weltweiter Sicherheitsprobleme eine starke Bundeswehr vonnöten sei. „Und die Bundeswehr muss technisch, finanziell und personell gut ausgerüstet sein, um ihre Aufgabe in vollem Umfang wahrnehmen zu können.” Mitte 2011 wird der Bundestag über die Zukunft der Bundeswehr entscheiden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert