Nietan (MdB): Projekt „Soziale Stadt” in Nord Düren ist in Gefahr

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Düren. Die jetzt von der schwarz-gelben Koalition in Berlin beschlossenen Kürzungen und Änderungen des Programms „Soziale Stadt” könnten die Weiterführung des Stadtteilprojektes in Nord Düren über das Jahr 2012 hinaus gefährden.

Das befürchtet der Dürener SPD Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan. Sowohl in Düren Ost, als auch in Düren Nord hat die Stadt bisher in besonderer Weise von dem Bundesprogramm „Soziale Stadt” profitiert. Mit Hilfe des Programms wurden nicht nur durch bauliche Maßnahmen das Wohnumfeld vieler Wohnquartiere verbessert. Es wurden gerade auch sozial integrative Maßnahmen wie die Sprachförderung oder auch die Einrichtung von Frauentreffs und Arbeitskreisen gefördert. „So kann nun auch in Nord Düren die Gemeinwesenarbeit aus dem Bundesprogramm mit finanziert werden. Doch genau dies wäre bei möglichen Folgeanträgen, die Arbeit über das Jahr 2012 weiter zu führen, gefährdet”, betont Nietan.

„Schwarz-Gelb hat beschlossen, dass nur noch investive Maßnahmen aus dem Programm gefördert werden dürfen, nicht aber mehr sozial-integrative Maßnahmen. Das halte ich für hochproblematisch.” Man dürfe nicht nur in Steine investieren, sondern auch in Menschen. Erfolg versprechend sei gerade die Kombination aus baulichen Maßnahmen einerseits und sozial-integrativen Maßnahmen andererseits. Davon ist Nietan überzeugt.

Bis 2012 sei das Projekt in Nord Düren „durchfinanziert”. Danach wäre eine Finanzierung des Projektes in seiner bisherigen Form nicht mehr möglich.

Die Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner an der Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes sei aber eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass sich die Lebenssituation von Menschen in Stadtteilen mit sozialen und strukturellen Problemen verbessern würde. Aus diesem Grund hat Nietan jetzt den Dürener Bürgermeister aufgefordert, sich für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger Nord-Dürens in Berlin einzusetzen: „Bürgermeister Larue sollte aus Interesse am Gelingen der Stadtteilerneuerung in Nord-Düren bei seinen Parteifreunden in Berlin darauf drängen, dass auch wieder sozial-integrative Maßnahmen aus dem Bundesprogramm gefördert werden können.” Sonst bestehe die Gefahr, dass das Projekt „Soziale Stadt” in Nord-Düren nicht so erfolgreich für die Bewohner verläuft, wie in Düren Süd-Ost.
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