Düren - Nietan bleibt bodenständig

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Nietan bleibt bodenständig

Von: inla
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Will vor Ort politisch weiter führend tätig sein: Der designierte SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan aus Düren. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Auch wenn der Dürener Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan Schatzmeister der SPD auf Bundesebene wird, will er weiter in der Kommunalpolitik im Kreis tätig bleiben. Der 49-Jährige wird allerdings vom Vorsitz der SPD Mittelrhein zurücktreten, weil Mandatsträger nicht auf allen Ebenen Ämter inne haben sollen.

Das wird in der SPD intern so gehalten. An Nietans Mittelrhein-Vorsitz war sein Mitwirken im SPD-Landesvorstand NRW geknüpft. Auch diesen Posten wird er, wenn er zum Schatzmeister gewählt wird, aufgeben.

Nietan, der mit einer Unterbrechung von 2005 bis 2009 seit 1998 im Bundestag sitzt, hat immer betont, dass ihm die Kommunalpolitik besonders am Herzen liegt. Er ist heute Vorsitzender der SPD im Kreis Düren. Das will er auch bleiben, vor allem bis zur Kommunalwahl, die am 25. Mai stattfindet. Ob er danach weiter an der Spitze der Kreis-SPD bleibt, werden die Gremien entscheiden. Nietan ist zudem sachkundiger Bürger im Jugendhilfeausschuss des Kreises.

Einiges wird sicher von seiner künftigen Arbeitsbelastung abhängen. Als Schatzmeister ist der Dürener für die Finanzen der SPD verantwortlich. Dabei geht es nicht nur um Mitgliedsbeiträge der 475.000 Mitglieder, sondern auch um zahlreiche Immobilien, die die Partei besitzt. Die SPD ist zudem an Verlagen und anderen Unternehmungen beteiligt. Zum Aufgabenbereich Nietans gehören auch Spenden und ihre ordnungsgemäße Buchung und Anzeige beim Bundestagspräsidenten. Im Willy Brandt-Haus in Berlin ist die Schatzmeisterei eine eigene Abteilung, der Ökonomen und Juristen angehören. „Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe und der Herausforderung“, sagte Nietan am Mittwoch. Er werde sich jetzt einarbeiten. Das Amt des Schatzmeisters sein kein Fulltime-Job. Dennoch werden er viele Stunden Zeit in der Woche zur Erfüllung der Aufgaben aufwenden müssen, sagte Nietan.

Deshalb werde er sich auf anderen Gebieten einschränken müssen. Bislang engagierte sich der Sozialdemokrat vor allem in der Europa- und Außenpolitik. In den vergangenen Jahren hat er sich auf diesen Themenfeldern einen Namen gemacht. Er war stellvertretender europapolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion und stand auf dem Sprung, Sprecher zu werden. Nun wird er ins normale Glied zurücktreten, sich aber weiter der Außen- und Europapolitik widmen. Diesen Fachausschüssen gehörte er bisher auch an; er wird die Arbeit wohl auf einen Ausschuss begrenzen.

Die Position des Schatzmeisters ist mit einer Aufwandsentschädigung verbunden. Für die Höhe habe sich Nietan bislang nicht interessiert. „Ich hätte das auch so gemacht.“ Es sei eine Ehre, dass ihm die Bundespartei dieses Vertrauen entgegen bringe. Mit 16 Jahren sei er in die SPD eingetreten. Nie habe er „auch nur im Traum daran gedacht, jemals so weit zu kommen“. NRW-Ministerpräsidentin Kraft habe ihn vorgeschlagen. Nun gehört Nietan der engen Parteiführung an. Seine Vorgängerin Barbara Hendricks ist nun Umweltministerin. Dass die Position des Schatzmeisters ein Sprungbrett zu noch höheren Aufgaben ist, wollte Dietmar Nietan im Gespräch mit den „DN“ nicht bejahen. Dies sei kein Automatismus. Er jedenfalls werde nicht vergessen, wo er herkomme.

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