Düren - Niemand wird schief angesehen

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Niemand wird schief angesehen

Von: sh
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Pfarrer Heinrich Plum (vorne) nahm in Gegenwart von Pfarrer Bernd Naphausen und vielen weiteren Gästen die Einsegnung von „Joachims Anziehpunkt” vor. Foto: Hubert Schiffer

Düren. Die Gemeinschaften der Gemeinden (GdG) sind vom Aachener Bistum aufgefordert worden, ein Pastoralkonzept zu entwickeln. Ein erster Schritt dazu ist eine Analyse sowohl der Gemeinden als auch der Lebenssituation der Menschen.

In der GdG Düren-Nord wurde dabei nach Angaben der Pastoralreferentin Maria Buttermann, festgestellt, dass die Armut in Norddüren und in Birkesdorf sichtbar zunimmt. Aber auch in den Stadtteilen Arnoldsweiler, Derichsweiler, Echtz, Hoven, Mariaweiler und Merken mehre sich versteckte Armut.

In Norddüren bestand seit Jahren eine kleine Kleiderkammer für arme Menschen, die durch eine einzelne Ehrenamtliche betreut wurde. Das Hilfsangebot in dieser Form durch eine Einzelkraft war nicht mehr machbar.

Es wurde jedoch Zeit, der Not in den genannten Ortschaften zu begegnen, und so wurde das Projekt „Kleiderladen” gestartet. Das Vorhaben wurde auf mehrere Schultern verteilt.

Ehrenamtliche aus den Stadtteilen im Norden Dürens sind beteiligt und stehen an den beiden Öffnungstagen, dienstags von 16 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr im Pfarrheim St. Joachim zur Verfügung. „Joachims Anziehpunkt” trägt erste Früchte.

Das Konzept eines Kleiderladens anstelle der bisherigen Kleiderkammer lässt die Besuchspersonen zu „Kunden” werden und sie empfinden sich weniger als Bedürftige. „Mit dem Namen wird der Charakter eines Geschäftes vermittelt, in dem man Hilfe nicht zugewiesen bekommt, sondern wirklich einkaufen geht, betonte Maria Buttermann.

Das neue Angebot deckt verschiedene Bedürfnisse ab. Einerseits, so betonte die Pastoralreferentin, möchten viele Menschen aus den verschiedensten Gründen Kleider abgeben, andererseits gibt es immer mehr Menschen, deren finanzielles Budget „geschrumpft” ist und die hier in „Joachims Anziehpunkt” durch die freiwilligen Helferinnen und Helfer in angenehmer und würdiger Atmosphäre empfangen werden.
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