Nideggen spart in zwei Jahren 3,7 Millionen Euro

Von: bugi
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Nideggen. Es ist so eingetreten, wie Nideggens Kämmerer Marco Dederichs es prognostiziert hatte: Die städtischen Finanzen entwickeln sich besser als zunächst erwartet.

In der heutigen Ratssitzung wird Dederichs den Jahresabschluss für 2012 vorlegen. Der Haushaltsplan sah ursprünglich ein Defizit in Höhe von satten 3,7 Millionen Euro vor. Tatsächlich wurde es nach Abrechnung aller Ausgaben ein Minus von 1.057.180 Euro – und das war nochmal knapp 250.000 Euro besser, als Dederichs selbst das noch im April erwartet hatte.

Fast 2,7 Millionen Euro hat die Stadt also eingespart. Das hauptsächlich dadurch, dass der Gemeindeanteil an der Einkommens- und Umsatzsteuer um rund 430.000 Euro gestiegen ist. Bei der Gewerbesteuer gab es ein Plus von 100.000 Euro. Allein 200.000 Euro zusätzliche Gebühren konnten erzielt werden, weil das Niederschlagswasser auch für Land- und Kreisstraßen veranlagt wurde.

Die größte Einsparung (1,2 Millionen Euro) wurde allein durch den Umstand erzielt, dass sich die Stadt 2012 in der vorläufigen Haushaltsführung befand und damit nur für die Pflichtaufgaben Geld ausgegeben werden durfte. Auch das niedrige Zinsniveau hat sich für die überschuldete Kommune deutlich bemerkbar gemacht: Trotz steigender Liquiditätskredite musste die Stadt knapp 120.000 Euro weniger an Zinsen aufwenden.

Das ist eine Entwicklung, die sich auch in 2013 fortsetzen wird. Hier war das Jahresdefizit mit 1,5 Millionen Euro veranschlagt, im günstigsten Fall könnte es bei 250.000 Euro liegen. Ein Ergebnis, das in 2014 nicht zu halten sein wird. Dennoch: „Die Einnahmen für 2014 entwickeln sich gut. Wir liegen da in allen Bereichen für die ersten zwei Quartale des Jahres ziemlich genau im Ansatz“, erläutert Dederichs.

Auf 1,44 Millionen Euro ist das Defizit für den 2014er-Haushalt festgelegt. „Das Jahresergebnis dürfte besser ausfallen“, schätzt Dederichs: „Rund 100.000 bis 200.000 Euro sind da noch drin.“ So gelingt es der Stadt zum Beispiel, die Tariferhöhungen für die Beschäftigten durch vakante Stellen wieder auszugleichen. Und auch bei der Schülerbeförderung konnten die Ausgaben in diesem Jahr um 30.000 Euro gesenkt werden.

Ende Dezember will Dederichs den Jahresabschluss für 2013 vorlegen, um mit belastbaren Zahlen den Haushalt für 2015 in Angriff zu nehmen. Dann wird der Kämmerer auch überprüfen, ob die weiteren Steuererhöhungen, die bis zum Haushaltsausgleich notwendig sind, wirklich in der bisher geplanten Höhe erfolgen müssen. Unabhängig davon soll der Rat heute über die Einführung einer Übernachtungssteuer entscheiden. Die könnte ab 2015 weitere rund 90.000 Euro in die städtischen Kassen spülen.

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