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Nideggen setzt auf Solarenergie

Von: ale
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Kämmerer Marco Dederichs, Bürgermeisterin Margit Göckemeyer, Dr. Kai Behncke und Walfried Heinen (von links) stellten das Solarpotenzial-Dachkataster vor. Foto: Anneliese Lauscher

Nideggen. Eine Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage auf dem Dach ihres Hauses anzubringen, erscheint den meisten Hausbesitzern als eine sinnvolle und wirtschaftlich effiziente Investition. In der Stadt Nideggen kann man sich neuerdings kostenlos und ohne großen Aufwand informieren, ob denn im eigenen Wohnbereich die Sonne genügend scheint.

Das neue „Solarpotenzial-Dachkataster“ steht den Bürgern von Nideggen ab sofort online zur Verfügung. Auf der Homepage der Stadt Nideggen findet man es unter „Bürgerservice“; man gibt seine Adresse ein und findet sein Haus in einem digitalisierten Ortsplan wieder, das Dach hat eine bestimmte Farbe. Rot steht für „sehr gut geeignet“ ockergelb für „gut geeignet“ und zitronengelb für „bedingt geeignet“. Über die Buttons „Datenabfrage“ und den „Wirtschaftlichkeitsrechner“ kommt man zu spezifischen Angaben über die Kosten und den zu erwartenden Ertrag.

Dieses Solarpotenzial-Dachkataster hat die Stadt Nideggen von der Firma IP Syscon GmbH aus Osnabrück erstellen lassen; das Projekt wurde von der RWE Deutschland AG finanziert und über das Förderprogramm „KEK – Kommunales Energie-Konzept“ unterstützt; es war also für die Stadt nicht mit Kosten verbunden. Bürgermeisterin Margit Göckemeyer stellte es am Donnerstagabend in der Bürgerbegegnungsstätte im Rathaus vor, sie hatte sich zweifellos mehr Besucher erhofft, nicht einmal zehn waren gekommen. Möglicherweise hatte die unfreundliche Witterung – Schnee und kräftiger Wind – manch einen davon abgehalten, sich auf den Weg zu machen. Sie halte dieses Informationsangebot für attraktiv, sagte die Bürgermeisterin, sie lege Wert darauf, dass es bekannt werde und möglichst viele Bürger davon Gebrauch machen. Dr. Kai Behncke von der Firma IP Syscon GmbH stellte das Projekt ausführlich vor; er erläuterte, dass man mit Hilfe von Laserscanner-Aufnahmen aus dem Flugzeug aktuelle Daten aus dem Jahr 2011 nutzen könne. Mit diesen Daten wurde ein digitales Oberflächenmodell erstellt, das die Dachneigung, die Einstrahlungsenergie und die Abschattung, wenn beispielsweise ein Gebäude im Schatten von Bäumen steht, erfasst. Er demonstrierte anhand der für Nideggen ermittelten Werte, dass hier ein großes Potenzial für die Nutzung der Sonnenenergie vorhanden sei. In der Altstadt allerdings sind Solaranlagen nicht erlaubt.

Anhand einiger Beispiele zeigte er den möglichen Stromertrag und die CO2-Einsparung auf. Er fand sehr aufmerksame Zuhörer, die sich offensichtlich mit der Thematik bereits beschäftigt hatten. Sie wollten nicht nur wissen, ob die Lage ihres Hauses günstige Voraussetzungen bietet, was anhand des Programms rasch beantwortet werden konnte; sie fragten auch nach der Lebensdauer einer Photovoltaikanlage, nach den technischen Installationen und nicht zuletzt nach der „Einspeisevergütung“. Flachdächer seien beispielsweise sehr gut geeignet, erklärte Dr. Behncke, weil man auf ihnen die Anlage im optimalen Winkel aufstellen könne. Walfried Heinen, Kommunalbetreuer beim RWE, ergänzte, nach Merzenich, Kreuzau und Langerwehe verfüge nun auch Nideggen über ein Solarpotenzial-Dachkataster; er wünsche sich, dass jeder es nutze, der bewusst mit Energieressourcen umgehen wolle.

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