Nideggen: Kein weiteres Geld für die Jugendherberge

Von: Burkhard Giesen
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Nideggen. Die Stadt Nideggen hat unter den Neubau der Jugendherberge einen Schlussstrich gezogen - zumindest einen finanziellen.

Weitere rund 170.000 Euro sollte die Stadt Nideggen jetzt auf den Tisch legen - und hat dankend abgelehnt.

Schon im vergangenen Jahr musste die finanziell am Abgrund stehende Kommune 250.000 Euro aus den Mitteln des Konjunkturpaketes nachschießen.

Der Kreis Düren selbst steckte damals eine zusätzliche Million bereit. Mit diesen Geldern soll das Außengelände der Jugendherberge erweitert werden, ein Fußweg zwischen Jugendherberge und Stadtzentrum geschaffen und die schmale Zufahrt zur Herberge erweitert werden. Das war im April 2009. Schon damals hatte der Haupt- und Finanzausschuss nur mit Bauchschmerzen den weiteren Geldern für den 4,2 Millionen Euro schweren Bau zugestimmt.

Gleichzeitig verlangten die Ausschussmitglieder damals eine Erklärung des Kreises, dass diese Ausgabe die letzte finanzielle Forderung des Kreises im Zusammenhang mit dem Bau des Dienstleistungszentrums sein müsse. Ein Jahr später lag nun die nächste Forderung auf dem Tisch. Die Stadt sollte jetzt ein Grundstück kaufen, das unmittelbar an der Abendener Straße (L249) liegt.

Ungewolltes „Sahnehäubchen”

Damit hätte man sichergestellt, so die Logik der Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS), die das Projekt plant, dass die Jugendherberge auch vom öffentlichen Personennahverkehr angesteuert werden könnte. Das ist jedenfalls auch das Ziel der Stadt Nideggen, die eine Verlängerung der Buslinie bis zur Straße Im Effels wünscht.

Der Haken an der Sache: Es muss nicht nur Platz für die Bushaltestelle geschaffen, sondern auch ein Wendehammer gebaut werden, weil der Bus von dort zurückfahren muss. Genau dafür wird das Grundstück benötigt. Es ist übrigens in Besitz der insolventen Kaufhauskette Karstadt, die in Nideggen früher offenbar ein Erholungsheim für ihre angestellten betrieben hat.

„Das Sahnehäubchen für die Jugendherberge ist offenbar nicht gewollt”, reagierte Peter Kaptain, Geschäftsführer der GIS, enttäuscht auf die Absage aus Nideggen. „Nun wird die GIS wohl selber das Grundstück kaufen”, so Kaptain, dem dann aber die Gelder für den Ausbau fehlen.

Mit der Fertigstellung der Jugendherberge ist übrigens Ende des Jahres zu rechnen. „Den Termin Anfang Oktober werden wir nicht einhalten können”, so Kaptain. Der harte Winter hat auch bei diesem Bauprojekt für Ausfälle gesorgt. So hinkt man zurzeit rund 35 Bautage dem Zeitplan hinterher - das wird man kaum komplett aufholen können, vermutet Kaptain.
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