Düren - Neujahrskonzert der Cappella Villa Duria ist ein Hochgenuss

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Neujahrskonzert der Cappella Villa Duria ist ein Hochgenuss

Von: Sandra Kinkel
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Das große Sinfonieorchester der „Cappella Villa Duria“ begeisterte mit einem großartigen Neujahrskonzert im ausverkauften Haus der Stadt. Rechts im Bild Solo-Trompeter Hub Nickel. Als Zugabe gab es den berühmten „Radetzky-Marsch“. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Anspruchsvoll, schwungvoll, humorvoll – mit diesen drei Worten kann man das Neujahrskonzert des Dürener Konzertforums Cappella Villa Duria (CVD) unter der Leitung von Johannes Esser treffend beschreiben. Das Haus der Stadt war restlos ausverkauft, das Publikum restlos begeistert. Aber der Reihe nach.

Seit jeher gehören die Neujahrskonzerte der CVD zu den beliebtesten Konzerten in Düren und das vollkommen zu Recht. Auch diesmal hatte Johannes Esser wieder mit Werken von Alexander Glasunow, Frédéric Chopin, Jean Baptist Arban und Johann Strauss ein überaus kurzweiliges und anspruchsvolles Programm zusammen gestellt.

Einer der Höhepunkte des Abends war der Auftritt der erst 14-jährigen Pianistin Laida Hitaj aus dem albanischen Flora, die von Heribert Koch aus Langerwehe betreut wird. Laida präsentierte das erste Klavierkonzert in e-moll ihres Lieblingspianisten Chopin und beeindruckte mit einer unglaublichen Virtuosität, viel Verständnis für die Musik und einer gehörigen Portion Musikalität.

Mehr als 60 Musiker

Bevor das Orchester, zu dem übrigens am Sonntag Abend weit über 60 Musikerinnen und Musiker gehörten, dann mit viel Schwung und Fröhlichkeit vier bekannte Stücken von Johann Strauß Sohn spielten, gab es noch eine Fantasie und Variationen über „Le Carneval de Venise“ von Jean Baptist Arban.

Solist war der in Düren mittlerweile sehr bekannte Trompeter Hub Nickel, das ansonsten am Limburger Sinfonie-Orchester im niederländischen Maastricht zu hören ist. Nickel glänzte nicht nur als großartiger Trompeter, der auch schwierigste und virtuosestes Partien des Stücks sicher beherrschte, sondern auch als äußerst humoriger Unterhalter. Hub Nickel scherzte mit seinen Musikerkollegen und dem Publikum – am Ende sangen die Besucher des Neujahrskonzertes mit großer Freude „Mein Hut der hat drei Ecken, drei Ecken hat mein Hut“, eben die Melodie, die den Variationen von Jean Baptist Arban zu Grunde liegt.

Dass auch Johannes Esser jede Menge Humor hat, bewies er bei der Polka „Vergnügungszug“, als er sich zwischendurch mit Schaffnermütze und Tröte kurz in einen Bahnmitarbeiter verwandelte. Und bei der „Pizzicato-Polka“ übernahm Konzertmeister Kurt Collinet kurz das Ruder – die Musiker begannen mit dem flotten Stück einfach ohne ihren Chef Johannes Esser. Der schaffte es aber immerhin noch rechtzeitig zum letzten Ton bis ans Dirigentenpult... So hat einfach alles gepasst beim Neujahrskonzert der Cappella Villa Duria, schöner hätte der zweite Sonntag im neuen Jahr nicht zu Ende gehen können – ganz einfach eben anspruchsvoll, schwungvoll und humorvoll.

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