Neugestaltung der Innenstadt: Jugendliche dürfen mitbestimmen

Von: kin
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Sven Oeltjlendiers, Ben Horn, Tobias Faßbender, Svenja Hoffmann und Justin Aoczschon (v. l.) vom Stiftischen Gymnasium haben den Fragebogen entwickelt.

Düren. „Ich denke, dass es bei der Neugestaltung der Innenstadt schon wichtig ist, auch Jugendliche nach ihrer Meinung zu fragen“, sagt Ben Horn, Oberstufenschüler des Stiftischen Gymnasiums. „Bei anderen Themen, wo jede Menge Sachkenntnis erforderlich ist, muss das vielleicht nicht unbedingt sein.“

Grundsätzlich sollen aber junge Leute zwischen 14 und 25 Jahren in Düren eine lautere Stimme bekommen. Mitarbeiter der Offenen und Mobilen Jugendarbeit im Sozialraum Mitte/Nord in Düren haben mit Schülern des Wirtschaftspolitik-Kurses unter dem Motto „Du bewegst Düren“ einen Online-Fragebogen entwickelt. Mit 20 Fragen werden junge Leute nach ihrem Freizeitverhalten gefragt, danach, wo sie Freizeit ihre in Düren verbringen und welche zusätzlichen Angebote sie sich wünschen. Es wird abgefragt, wie viel Geld die jungen Leute zur Verfügung haben und ob sie regelmäßig Suchtmittel konsumieren.

Sabine Kieven vom städtischen Jugendamt erklärt: „Alle Jugendlichen, die mitmachen wollen, brauchen eine so genannte TAN-Nummer. Damit verhindern wir, dass Leute den Fragebogen mehrfach ausfüllen.“ Etwa 4000 solcher Nummern haben Sabine Kieven und ihre Mitstreiter generiert, nach den Herbstferien sollen die Nummer in Schulen und Jugendheimen verteilt werden.

Sven Oeltjlendiers und Tobias Faßbender haben ein Programm geschrieben, mit dem die Ergebnisse des Fragebogens ausgewertet werden. Sabine Kieven: „Es gibt auch Fragen, in denen die Jugendlichen nicht aus vorgegebenen Antworten auswählen können. Hier müssen wir die Auswertung dann selbst übernehmen.“ Zunächst soll danach der Jugendhilfeausschuss über die Ergebnisse der Befragung diskutieren.

Bürgermeister Paul Larue: „Die Ergebnisse dieser Befragung wollen wir in die Ausschüsse und den Rat geben. Und natürlich wollen wir auch versuchen, den Wünschen und den Vorschlägen gerecht zu werden.“ Darüber hinaus, so Larue, sei es wichtig, auch die Umsetzung der Vorschläge der Jugendlichen zu veröffentlichen. „Alles andere würde bei den jungen Leuten eine große Frustration erzeugen.“ Thomas Floßdorf, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, glaubt, dass die Befragung hilfreich für die Erstellung des Jugendhilfeplanes sein kann. „Ich glaube, da gewinnen wir wirklich wichtige und aussagekräftige Erkenntnisse.“

Bis die Fragebögen alle ausgewertet sind, wird vermutlich bis Januar dauern. Sabine Kieven: „Mindestens. Das ist ein sehr großes Projekt, und wir wollen wirklich die Jugendlichen persönlich ansprechen.“

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