Hürtgenwald/Düren - Neues Becken schützt Düren vor Hochwasser

Neues Becken schützt Düren vor Hochwasser

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:
hochwasser_bu
Der Wasserverband Eifel-Rur hat im Beythal ein Rückhaltebecken errichtet. Gestern wurde es eingeweiht und von Ratsvertretern aus Düren und Hürtgenwald ausführlich begutachtet. Foto: Margret Vallot

Hürtgenwald/Düren. Hochwasserschutz ist für viele Hauseigentümer Jahr für Jahr ein Thema. Dann nämlich, wenn Keller volllaufen und Straßen überspült werden. Die Menschen in Birgel und Rölsdorf können sich jetzt freuen.

Sie haben ein Stück Lebensqualität gewonnen, weil das Hochwasserrückhaltebecken im Beythal endlich fertig ist. Am Freitag wurde es eingeweiht.

Knapp zwei Millionen Euro hat das Becken gekostet, das aus einem 450 Meter langen und vier Meter hohen Damm besteht und einem Absperrbauwerk, dessen Fundamente drei Meter tief in die Erde reichen. 29.000 Kubikmeter (29 Millionen Liter) Wasser können aufgefangen werden. Die Kosten trägt zu 65 Prozent das Land und zu sieben Prozent der Landesbetrieb Straßenbau. Den Rest musste der Wasserverband aufbringen.

Mit nur einem Becken habe man gleich zwei Bäche hochwassersicher gemacht, teilte Professor Walter Firk vom Wasserverband Eifel-Rur mit. Und Bürgermeister Paul Larue erinnerte an die Schmelzwasser des vergangenen Winters als er sagte: „Hochwasserschutz ist nicht für seltene Ereignisse gemacht.” Auch Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch freute sich: „Die Dürener können jetzt ruhig schlafen, und Hürtgenwald kann sich entwickeln.” Wegen des neues Beckens ist es nämlich jetzt möglich, auf der Seite der Gemeinde Hürtgenwald Fläche zu versiegeln und ein Neubaugebiet auszuweisen.

Für den Bau verantwortlich zeichnet beim Wasserverband Dipl.-Ing. Maria Landvogt. Vor Baubeginn im August 2009, so Landvogt, habe der Kampfmittelräumdienst die Fläche abgesucht, Bäume und Sträucher wurden dann entfernt und Archäologen suchten das Gelände ab. Ohne Ergebnis. Für den Damm wurde außerordentlich dichtes Material verwendet, und „bibersicher ist er auch”.

Bei dem Becken handelt es sich um eines jener Langzeit-Projekte, bei denen die Gemeinde Hürtgenwald einen langen Atem bewiesen hat. Die ersten Planungen stammen noch aus den 1980er Jahren. Das NRW-Ministerium für Bau und Verkehr genehmigte 2007 mit der Ortsumgehung Gey auch das Rückhaltebecken.

Das Becken hat seine Feuertaufe schon hinter sich: Im Tauwetter von 2011 und bei gleichzeitig einsetzendem, starken Regen hat es vor Überflutung geschützt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert