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Neues Angebot: Behinderte und Nicht-Behinderte kicken gemeinsam

Von: kin
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Katrin Ruhnau (links) und Stephan Wenn hoffen auf eine rege Beteiligung beim neuen Angebot des TuS 08 Jüngersdorf-Stütgerloch. Bei Anne Fischer vom Berliner Verein „Frau am Ball“ haben sie sich Tipps geholt.

Langerwehe. „Wir wollen zusammen Spaß haben und zusammen Fußball spielen. Und wir hoffen, dass wir ganze viele Menschen finden, die das auch wollen.“ Stephan Wenn und Katrin Ruhnau vom TuS 08 Jüngersdorf-Stütgerloch, einem Sportverein aus Langerwehe, starten am Samstag ein zumindest für den Kreis Düren bisher einmaliges Angebot.

Immer samstags wollen die Vorsitzende der Fußballabteilung und der zweite Vorsitzende des Gesamtvereins sich ab Samstag regelmäßig treffen, um mit behinderten Menschen, Kindern wie Erwachsenen, gemeinsam zu kicken.

„Wir sind zusammen bei der ‚Frauen-Fußballkonferenz des Deutschen Fußball-Bundes in Berlin gewesen“, erzählt Stephan Wenn. „Und da gab es auch einen Vortrag von behinderten Menschen, die voller Begeisterung von ihrem Hobby Fußball erzählt haben. Und diese Begeisterung war für uns so ansteckend, dass wir dieses Angebot unbedingt auch bei uns im Verein anbieten wollten.“ Katrin Ruhnau und Stephan Wenn haben in Berlin Anne Fischer vom Verein „Frau am Ball“ besucht, wo seit langem behinderte und nicht-behinderte Menschen miteinander Sport machen. Ruhnau: „Es war einfach toll, die Begeisterung der Leute zu beobachten.“

Bei ihren Mitstreitern vom TuS 08 Jüngersdorf-Stütgerloch sind Stephan Wenn und Katrin Ruhnau sofort auf offene Ohren gestoßen. Die beiden haben zudem mit Vertretern verschiedener Behinderteneinrichtungen im Kreis Düren gesprochen. Katrin Ruhnau: „Alle waren begeistert und haben uns Mut zugesprochen. Und jetzt starten wir.“

Für die Behinderten entstehen keine Kosten, auch eine Mitgliedschaft im TuS 08 Jüngersdorf-Stütgerloch ist nicht erforderlich. Stephan Wenn: „Wir wollen einfach zusammen Fußball spielen. Und wir wissen ja auch überhaupt nicht, wie viele zum ersten Training kommen. Vielleicht müssen wir ja irgendwann sogar die Gruppen trennen. Wir lassen uns überraschen.“

Wenn und Ruhnau können sich vorstellen, auch einmal ein Fußballturnier für Behinderte auf der Anlage in Jüngersdorf zu organisieren. Außerdem führen sie Gespräche mit der Gemeinde Langerwehe, um in den Wintermonaten eine Sporthalle nutzen zu können. „Einziges Problem“, sagt Stephan Wenn, „könnte für den ein oder anderen sein, bis nach Jüngersdorf zu kommen. Aber ich bin sicher, dass wir auch dafür eine Lösung finden werden. Zur Not richten wir eben einen Fahrdienst ein. Es ist uns wirklich ein Anliegen, dieses Angebot für die behinderten Menschen zu machen.“

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