Düren - Neuer Leiter des Dürener Kulturbetriebes: Dieter Powitz

Neuer Leiter des Dürener Kulturbetriebes: Dieter Powitz

Von: inla
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Der neue Leiter des Dürener Kulturbetriebes im Haus der Stadt: Dieter Powitz. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Es gibt Sätze, die haften bleiben, auch längere Zeit, nachdem sie formuliert wurden. „Ihre Ausschreibung hat mich elektrisiert“, diesen Satz hat Dieter Powitz seiner Bewerbung voran gestellt. Dürens Bürgermeister Paul Larue, der die Bewerbung auf dem Tisch hatte, erinnert sich am Montag sofort.

Er zitiert den Satz weiter, weil er ihn so noch nicht gelesen hat in einer Bewerbung, „obwohl ich schon Hunderte gesichtet habe“, so Larue. Dieter Powitz hat aber nicht nur damit gepunktet, sondern sicher auch mit seiner Qualifikation und den Vorstellungen, die er mitbringt.

Powitz, 51, ist der neue Leiter des Dürener Kulturbetriebes und wird am Montag im Haus der Stadt vorgestellt. Er trägt einen dunkelblauen Anzug, ein weißes Hemd, keine Krawatte. Vor ihm auf dem Tisch eine modische Lesebrille und das Programm der Volkshochschule (VHS).

Das mag Zufall sein, weil ihm irgendjemand das Heft kurz vor dem Pressetermin gegeben hat. In jedem Fall passt es, weil die VHS von nun an mit zu seinem Aufgabenbereich gehört. Der Kulturbetrieb besteht aus insgesamt neun Institutionen, neben dem Theater unter anderem aus der Stadtbücherei und Schloss Burgau. Ein weites Feld.

Powitz ist schon einigermaßen herumgekommen in seinem Berufsleben: Hildesheim, Hamburg, Berlin, Bielefeld. Und jetzt Düren. „Mich reizt der Blick auf das Ganze“, sagt er und meint den „gesamtstädtischen Kulturbetrieb“. Wie ist Düren aufgestellt? Welche Interessen werden in Düren verfolgt? Was ist möglich? Kunst und Kultur machten „die Lebensqualität einer Stadt aus“, sagt Powitz, sie stiften Identität und genau da will er offenbar schnell ansetzen.

Düren brauche mehr als bisher ein Profil, um zwischen Aachen und Köln bestehen zu können. Dazu sei Marketing wichtig und der Versuch, den Kultureinrichtungen eine Planungssicherheit für acht bis zehn Jahre zu geben. Gemeint ist ein sogenannter Kulturentwicklungsplan, der Auskunft über Ziele und ihre Umsetzungsmöglichkeiten in der Kulturlandschaft gibt. Damit ist verknappt beschrieben, worum es bei Powitz‘ Job geht: Einerseits um Visionen, andererseits um die finanzielle Machbarkeit.

„Geht es bei den kulturellen Angeboten der Stadt nur darum, den breiten Geschmack zu treffen oder darf auch die Qualitätsfrage gestellt werden“, sagt Powitz. Muss die Schwerpunktsetzung überdacht werden? Noch eine Frage, die ein Kulturentwicklungsplan beantworten könnte. „Wo sind wir richtig gut? Wo sind Schwächen? Wo fehlen Ressourcen?“ Andere Fragen, die Powitz in nächster Zeit beantworten will.

Die Aufgabe „elektrisiert ihn“, sagt er. Er will loslegen, sehr schnell.

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