Neuer Anstrich für die Jugend

Von: Andreas Bongartz
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Christoph Postler ist neuer Jugendarbeiter in Nideggen und hat damit viel zu tun. Etwa den neuen Jugendraum im Nideggener Pfarrheim streichen. Wie gut, dass er dabei von Anna Lehrich, Anika Kerlings und Marco Breuer (von rechts) unterstützt wird. Foto: Andreas Bongartz

Nideggen. Es ist ein Neuanfang für Christoph Postler. Und das in vielerlei Hinsicht: Neue Strukturen und Konzepte sind gefragt, vor allem muss Postler seiner Zielgruppe gerecht werden, ihre Bedürfnisse analysieren, ihr Vertrauen gewinnen.

Postlers Zielgruppe, das sind die Nideggener Kinder und Jugendlichen, denn der 32-Jährige ist das neue Gesicht der Mobilen Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Nideggen.

Und damit steht er vor jeder Menge Arbeit: „Ich muss viel Aufbauarbeit leisten, weil vieles neu strukturiert werden muss”, sagt der aus Trier stammende Diplom-Pädagoge. Darüber ist er alles andere als unzufrieden. Die Anforderungen, die sein neuer Job mit sich bringt, betrachtet er als Herausforderung: „Man hat die Freiheit ganz viel zu gestalten und neue Impulse zu setzen.” Der Jugendarbeit in Nideggen möchte er einen frischen Anstrich verpassen. Da passt es, dass er zusammen mit einer Kollegin und drei Jugendlichen im Nideggener Pfarrheim den Farbpinsel schwingt. In frischem Mintgrün entsteht dort neben der Kirche St. Johannes Baptist ein neuer Jugendraum.

Die Jugendräume der Eifelstadt und ihrer umliegenden Ortschaften sind ein Schwerpunkt von Postlers Arbeit. „Diese Räume sind für Jugendliche wichtig, die sich nicht durch Vereine binden lassen wollen”, sagt er. Nur: „Es gibt Jugendräume, die sind alles andere als in einem guten Zustand.” Zum Beispiel der in Schmidt. Nach einem Rohrbruch, muss dieser erst einmal rundum erneuert werden. In Abenden wurde in den alten Jugendraum des öfteren eingebrochen, nun soll eine andere Lösung gefunden werden. Für Christoph Postler bedeutet das: Ärmel hoch krempeln. Kein Problem für den Jugendarbeiter.

Postler ist einer, der anpackt, nur tut er das nicht gerne alleine. Schließlich komme man auf sich selbst gestellt nicht besonders weit. Das gilt für das Herrichten eines neuen Jugendraums, wie auch für grundlegende Dinge. So will der 32-Jährige ein Netzwerk von Ehrenamtlern aufbauen, die ihm in den verschiedenen Ortschaften zur Hand gehen. Etwa bei der Betreuung von Kinderprojekten, bei handwerklichen und organisatorischen Tätigkeiten. Bei solch einem ehrenamtlichen Engagement denkt Postler natürlich nicht nur an Erwachsene, auch die Jugendlichen will er mit einbeziehen. „Da sind dann die Kreativität und Verantwortung der Jugendlichen gefragt.”

Denn bei all dem Spaß, den die Kinder und Jugendlichen in den Jugendräumen haben sollen, steckt hinter allem doch auch stets ein bestimmter Bildungsauftrag: „Sie sollen Sozialverhalten lernen.” Neben dem Angebot von Freizeitmöglichkeiten will Postler Orientierung geben für Leben und Beruf, bei Problemen beratend und vermittelnd zur Seite stehen. Und natürlich steht der Jugendarbeiter, der von der Pfarrgemeinde beschäftigt wird, auch bei Glaubensfragen zur Verfügung.

Ideen für die Jugendarbeit in Nideggen hat Christoph Postler viele, mit den Schulen will er Projekte umsetzen, darüber hinaus unregelmäßige Angebote wie Streetball- und Soccerturniere schaffen. Wenn die neuen Jugendräume geöffnet haben, will er herausfinden, was den Jugendlichen wichtig ist, schließlich kennt er seine neue Zielgruppe noch nicht so gut. Um das Vertrauen der Jugendlichen zu gewinnen, sucht er sie auch an ihren Treffpunkten auf. „Mit einigen kommt man sehr schnell ins Gespräch, bei anderen muss man länger dran arbeiten, ihr Vertrauen zu gewinnen und regelmäßig auftauchen.” Das sei im Übrigen aber überall so, erklärt er. Bevor der 32-Jährige Anfang des Jahres in Nideggen seine neue Stelle angetreten hat, hat er zwei Jahre lang die „Kleine Offene Tür” in Hellenthal geleitet.

Geprägt hat ihn unter anderem seine Zeit als Jugendlicher bei den Deutschen Pfadfindern. „Dadurch habe ich viel von der Kinder- und Jugendarbeit kennen gelernt.” Und gemerkt, dass dies die richtige Profession für ihn ist.
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