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Neue Trinkwasserleitung taucht unter der Rur durch

Von: Dietmar Engels
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Peter Burlet, bei den Stadtwerken verantwortlich für Baumaßnahmen, dirigierte gestern das „Baggerballett” in der Rur. Foto: Dietmar Engels

Düren. „Baggerballett” an der Rur zwischen dem Annakirmesplatz und der Dr.-Overhues-Allee: Am Dienstag versenkten drei große Baumaschinen im Auftrag der Stadtwerke Düren einen 23 Meter langen „Taucher”, auch „Düker” genannt, in der Rur. Darin wird eine Trinkwasserleitung verlegt.

Die Stadtwerke wollen unabhängig von der Trinkwassergewinnung aus der Rur bei Obermaubach werden. Das Trinkwasser für Düren soll künftig in erster Linie von der Wehebachtalsperre und aus eigenen Brunnen kommen. Drei moderne neue Brunnen sind an der Dr.-Overhues-Allee angelegt worden. Das saubere Wasser, das dort gefördert wird, soll hauptsächlich in den Trinkwasserbehältern am Rand des Annakirmesplatzes zwischengelagert werden - eine Reserve, die die Versorgungssicherheit verbessert.

Die nötige Querung der Rur erfolgt mit dem besagten „Düker”. In den letzten Tagen ist die Rur an der Übergangsstelle etwa 1,60 Meter tief ausgebaggert worden. Am Dienstag wurde die tonnenschwere Unterwasserverbindung eingesetzt. Die entstandene Rinne wird wieder aufgefüllt. Die Arbeiten führen zu Trübungen im Rurwasser nördlich der Baustelle, weil Ablagerungen auf dem Flussgrund gelöst werden. Das ist nach Angaben der Stadtwerke aber harmlos und hat insbesondere keinen Einfluss auf die Trinkwasserqualität. Aus der Rur wird Wasser nämlich nur ein ganzes Stück südlicher in Obermaubach entnommen.

Die Arbeiten in und im Umfeld der Rur in Düren sollen bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Insgesamt investieren die Stadtwerke rund 440.000 Euro in das Projekt an der Dr.-Overhues-Allee.

In dem „Taucher” wird gleichzeitig auch ein Leerrohr für die überdies geplante Lichtwellenleitung verlegt. Damit werden die SWD in Düren - ähnlich wie schon in Merzenich-Girbelsrath - besonders schnelle Internetanschlüsse ermöglichen.

SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke: „Dank der Investitionen im Bereich der Wassergewinnungsanlage an der Dr.-Overhues-Allee können wir hier künftig ein Drittel mehr Trinkwasser als bisher fördern und in das Netz einspeisen - insgesamt 1,5 Millionen Kubikmeter im Jahr. Das ist ein wichtiger Beitrag dazu, die Versorgung mit Trinkwasser in den nächsten Jahren und Jahrzehnten sicherzustellen.”

Aus der Rur soll Wasser nur noch in Notfallsituationen entnommen werden. Flusswasser bedarf einer aufwändigen Aufbereitung.
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