Gey - Neue Straße: Umweltschützer legen Mängelliste vor

Neue Straße: Umweltschützer legen Mängelliste vor

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Gey. Die Fertigstellung der Umgehungsstraße Gey haben viele Einwohnern des Ortes mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. „Ruhe total” sei in den Ortsteil eingekehrt, so wurden mitgeteilt.

Die Naturschutzverbände haben im Vorfeld viele Anregungen und Bedenken insbesondere wegen der Zerstörung und Zerschneidung wertvoller Lebensräume vorgetragen. Jetzt ist die Straße geöffnet und die Ausgleichsmaßnahmen sind zum größten Teil fertig. Bei der Anlage ist es aber, nach Meinung von Doris Siehoff vom BUND, „zu gravierenden Fehlern, die mehrfach angemahnt wurden, gekommen”.

Erster Kritikpunkt der Umweltschützer: Die Anlage des oberen Amphibienlaichgewässers sei nicht an der bei einem gemeinsamen Ortstermin festgelegten Stelle, sondern weiter oberhalb erfolgt. Dadurch sei eine wertvolle, geschützte Feuchtwiese „in Teilbereichen” zerstört worden. Der Bodenaushub sei auf ebenfalls geschütztes Magergrünland abgeladen worden.

Zweiter Kritikpunkt: Zwischen Gey und Straß soll geschütztes Feuchtgrünland zugepflanzt worden sein. Doris Siehoff: „Nach unserer Kritik wurden in den binsenbestandenen Flächen Sträucher und Bäume vom Straßenbauamt wieder entfernt. Die erforderliche und zugesagte Versetzung des Zaunes erfolgte bis heute nicht.”

Und weiter geht es in der Mängelliste der Umweltschützer, die sich von der Biologischen Station des Kreises unterstützt wissen, mit Bepflanzung der großen Ausgleichsfläche bei Horm. Diese entspricht angeblich nicht dem Entwicklungsziel. Zudem sollen dort während Brutzeit „mit Zustimmung des Straßenbauamtes” Sträucher entfernt worden sein.

Die großflächige Einsaat von Hybridklee in den Ausgleichsflächen widerspricht laut BUND „den Naturschutzgesetzen und den Entwicklungszielen für diese Flächen”. Die Einsaat hätte landschaftsgerecht mit einheimischen Wildkräutern erfolgen müssen.

Der letzte Punkt auf der Mängelliste bezieht sich auf die Krötentunnel. Diese entsprechen nicht dem MAmS (Merkblatt zum Amphibienschutz an Straßen). In dieser Angelegenheit habe man sich Anfang Dezember 2009 schon schriftlich an das Straßenbauamt gewendet, aber keine Antwort erhalten.
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