Gey - Neue Strasse in Gey in der Diskussion

Neue Strasse in Gey in der Diskussion

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:
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Blick auf die neue Straße von Gey. Foto: Andreas Bongartz

Gey. 40 Jahre lang haben die Einwohner von Gey auf ihre Straßenumgehung gewartet. Werden sie jetzt nochmals 40 Jahre darauf warten müssen, dass zwei Kreuzungen, die durch die neue Straße entstanden sind, in Kreisverkehre umgewandelt werden? Müssen Ampeln oder Kreisverkehre überhaupt sein?

„Nein”, meint Projektleiter Dipl.-Ing. Arnd Meyer vom Landesbetrieb Straßenbau. „Doch” sagen Leser, die sich bei den „DN” meldeten.

„Keine zusätzlichen Unfälle”

Drei Mal rauschten bisher auf der neuen Straße Wagen ineinander. Und das in der ersten Woche, nachdem die Straße geöffnet wurde (wir berichteten ausführlich am 19. Dezember). Nach den drei schweren Unfällen, davon zwei Unfälle mit sechs Leichtverletzten und zwei Schwerverletzten, wurden Blinklichter und Baken aufgestellt.

Erfreulich: Danach gab es laut Polizei in Düren „keine zusätzlichen Unfälle”. Die Situation wird allerdings von den Beamten weiter beobachtet. Ihnen ist aufgefallen, dass auf der Ortsumgehung nicht die üblichen Stoppzeichen-Überfahrer, beispielsweise Jugendliche, verunglückten, „sondern Menschen über 40, die eher defensiv fahren”. Die Polizei geht jetzt davon aus, dass die Baken und Blinklichter noch mehrere Wochen stehen bleiben werden. Auch wenn kommenden Dienstag, 12. Januar, um 9 Uhr offiziell Eröffnung gefeiert wird. Bürgermeister Axel Buch meinte auf Anfrage, in Sachen Straßenbau müsse er sich auf die Sachkenntnis der Experten verlassen. Kreisverkehre seien damals aus landschafts-ökologischen Gründen nicht eingeplant worden. Sie hätten zu viel Fläche verbraucht. Außerdem habe der Verkehr nicht der Masse entsprochen, die für einen Kreisverkehr mindestens notwendig ist.

Ob es den verunfallten Personen wieder besser geht, wissen weder die Polizei, noch Ortsvorsteher Helmut Rösseler, noch der Bürgermeister. Es wird aus Datenschutz-Gründen nicht verraten. Klar ist aber, dass insbesondere die Kreuzung der K29 bei den Bürgern in der Diskussion ist.

Von Gey kommend sei es weder möglich den Verkehr, der aus Düren kommt einzusehen, noch den aus Kleinhau. Die Böschungen seien zu hoch. Die andere Seite sei genauso schlimm, weil man sich plötzlich auf einer Art Sprungschanze befinde und sich dann auf einmal mit einer Vorfahrtsstraße konfrontiert sieht. „Alles Gewöhnungssache”, meint Rösseler. Er blickt den Zeiten, wenn die Warnanlagen abgebaut werden, gelassen entgegen.

Andere sehen mit Bangen die Monate kommen, wenn wieder Motorradfahrer unterwegs sind, wenn diese Herrschaften dann bereits im Bay-Tal ihre Maschinen hochziehen und über die Umgehungsstraße fliegen. Werden sie demnächst schon hier stürzen und nicht erst an der Honighecke? Dort ist übrigens seit geraumer Zeit der Bodenbelag kräftig aufgeraut worden, um Verkehrsteilnehmer auf die Gefahrensituation aufmerksam zu machen.
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